BMW CC-ID Rechner


Der ID-Code kann in der Instrumentenkombination durch folgende Arbeitsschritte
aufgerufen werden:

  1. CC-Meldung aufrufen, siehe Arbeitsschritt 1 bis 3.
  2. Die BC-Taste solange gedrückt halten, bis der ID-Code in der Instrumentenkombination erscheint. Wird der ID-Code nicht angezeigt, muss die Instrumentenkombination neu codiert werden.
  3. BC-Taste am Lenkstockschalter drücken, um das Menü zu verlassen.

BMW-Fahrzeuge verwenden sogenannte CC-IDs für Check-Control-Meldungen. Diese Meldungen erscheinen je nach Fahrzeug im Kombiinstrument, im iDrive-Display oder in beiden Anzeigen.

Check-Control-Meldungen in der Instrumentenkombination abrufen
Die Instrumentenkombination zeigt eine Reihe von Fahrzeugzuständen an und generiert daraus CC-Meldungen.
Es müssen folgende Arbeitsschritte zum Abrufen einer CC-Meldung durchgeführt werden:

  1. Den Wippschalter im Lenkschalter so oft nach oben oder unten drücken, bis die Funktion Check-Control in der Instrumentenkombination angezeigt wird.
  2. Die BC-Taste an Lenkstockschalter drücken und die Anzeige bestätigen.
  3. Wippschalter nach oben oder unten drücken, um die CC-Meldungen anzuwählen.
  4. BC-Taste am Lenkstockschalter drücken, um das Menü zu verlassen.

Nach 8 Sekunden ohne Betätigen des Wippschalters wird automatisch wieder die Außentemperatur oder eine vorhandene Meldung der Priorität 1 angezeigt.


Eine CC-ID ist dabei kein normaler Fehlercode aus dem Fehlerspeicher, sondern eine interne Meldungsnummer für eine angezeigte Warnung oder einen Hinweis im Fahrzeug.

Typische Check-Control-Meldungen betreffen zum Beispiel:

  • Beleuchtung
  • Batterie und Energiemanagement
  • Reifendruck
  • Bremsanlage
  • Ölstand oder Öldruck
  • Kühlmittelstand oder Temperatur
  • Türkontakte
  • Anhängerbetrieb
  • Fahrwerk, DSC oder ABS
  • weitere überwachte Fahrzeugsysteme

Der BimmerGuide CC-ID Rechner hilft dabei, aus einer bekannten CC-ID den passenden Codierwert für das klassische CC_AKTIVIERUNG-System zu berechnen.


Wofür ist der CC-ID Rechner gedacht?

Der Rechner ist für Fahrzeuge gedacht, bei denen im Kombiinstrument beziehungsweise im Codierdatensatz noch die klassische Struktur mit CC_AKTIVIERUNG oder CC_ID_Sperre vorhanden ist.

Mit dem Rechner kann man nachvollziehen, an welcher Stelle eine bestimmte Check-Control-Meldung innerhalb der Codierung liegt.

Der Rechner zeigt unter anderem:

  • die passende CC_AKTIVIERUNG-Gruppe
  • die Byte-Position
  • die Bit-Position
  • den einzelnen Hex-Wert
  • den vollständigen 8-Byte-Gruppenwert

Der Rechner unterstützt den vollständigen rechnerischen Bereich von CC-ID 0 bis CC-ID 4095.

Wichtig: Nicht jede Zahl in diesem Bereich muss bei BMW tatsächlich mit einer echten Check-Control-Meldung belegt sein. Der Rechner kann den Wert trotzdem berechnen, auch wenn zu einer bestimmten CC-ID keine bekannte Meldung vorhanden ist.


CC-ID Rechner

Hier kannst du eine oder mehrere CC-IDs eingeben. Mehrere Werte können mit Komma, Leerzeichen oder Zeilenumbruch getrennt werden. Beispiel: 415, 416, 2525

BimmerGuide.de Tool

BMW CC-ID Rechner

Klassisches CC_AKTIVIERUNG-System: CC-ID eingeben, Codierwert berechnen, Gruppenzusammenfassung kopieren.


Wichtiger Hinweis vorab

Das Unterdrücken einer Check-Control-Meldung behebt nicht den eigentlichen Fehler.

Wenn eine Meldung wegen eines echten Problems erscheint, bleibt dieses Problem weiterhin vorhanden. Die Anzeige wird lediglich beeinflusst oder ausgeblendet.

Das gilt besonders bei sicherheitsrelevanten Meldungen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Bremsanlage
  • ABS / DSC
  • Airbag / Rückhaltesystem
  • Reifendruckkontrolle
  • Lenkung
  • Fahrwerk
  • Ölstand / Öldruck
  • Kühlmittelstand / Motortemperatur
  • Batterie- und Ladesystem
  • Beleuchtung im Straßenverkehr

Solche Meldungen sollten nicht einfach deaktiviert werden.

Grundsätzlich gilt:

Meldung verstehen → Ursache prüfen → Fehler beheben → erst danach über Codierung nachdenken.


Nur für Testzwecke und technische Analyse

Die Nutzung des Rechners und das Anpassen von Check-Control-Meldungen ist ausschließlich für technische Analyse, Diagnose, Umbauten, Nachrüstungen oder Testzwecke gedacht.

Für den Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr ist das dauerhafte Unterdrücken sicherheitsrelevanter Warnmeldungen nicht geeignet.

Eine deaktivierte Warnmeldung kann dazu führen, dass ein echter Defekt nicht mehr rechtzeitig erkannt wird. Das kann gefährlich sein und je nach Änderung auch zulassungsrelevant werden.

Dieser Rechner ist daher nicht als Anleitung gedacht, um sicherheitsrelevante Fahrzeugmeldungen dauerhaft im Straßenverkehr zu deaktivieren.


Wo findet man die Funktion in BimmerCode?

Bei vielen Fahrzeugen mit klassischem Aufbau findet man die entsprechenden Einträge im Bereich des Kombiinstruments.

Der typische Weg in BimmerCode sieht ungefähr so aus:

  1. Fahrzeug mit BimmerCode verbinden
  2. Steuergerät Kombiinstrument auswählen
  3. In den Expertenmodus wechseln
  4. Nach CC_ID_Sperre oder CC_AKTIVIERUNG suchen
  5. Die passende Gruppe öffnen, zum Beispiel CC_AKTIVIERUNG_7
  6. Den vom Rechner ausgegebenen vollständigen Gruppenwert eintragen
  7. Änderung prüfen und erst danach codieren

Je nach Fahrzeug, Baureihe, Kombiinstrument und Softwarestand können die Bezeichnungen abweichen.

Auf manchen Fahrzeugen erscheint die Funktion als CC_ID_Sperre, bei anderen direkt als CC_AKTIVIERUNG_x.


Beispiel aus der Praxis

Wenn eine bestimmte CC-ID unterdrückt werden soll, gibt man diese Nummer in den Rechner ein.

Der Rechner gibt anschließend aus, in welcher CC_AKTIVIERUNG-Gruppe der Wert liegt und welcher vollständige Gruppenwert eingetragen werden muss.

Wichtig ist: Es sollte immer der komplette vom Rechner ausgegebene 8-Byte-Gruppenwert übernommen werden, nicht nur ein einzelner Teilwert.

Wenn mehrere CC-IDs in derselben Gruppe geändert werden sollen, müssen sie gemeinsam berechnet werden. Sonst kann es passieren, dass eine vorherige Änderung wieder überschrieben wird.


Wichtiger Praxishinweis bei mehreren oder späteren Änderungen

Ein besonders wichtiger Punkt ist, dass Änderungen innerhalb einer CC_AKTIVIERUNG-Gruppe immer gemeinsam betrachtet werden müssen.

Wenn bereits eine CC-ID deaktiviert wurde und später eine weitere CC-ID dazukommt, darf nicht einfach nur der neu berechnete Einzelwert eingetragen werden.

Andernfalls kann es passieren, dass eine frühere Änderung in derselben Gruppe wieder überschrieben wird.

Das betrifft besonders CC-IDs, die nahe beieinanderliegen. Diese befinden sich häufig in derselben CC_AKTIVIERUNG-Gruppe und teilweise sogar im selben Byte.

Ein typisches Beispiel wären:

  • CC-ID 414
  • CC-ID 415
  • CC-ID 416

Solche Werte liegen sehr nah beieinander und gehören zur gleichen Gruppe.

Wenn zunächst nur eine dieser CC-IDs geändert wurde und einige Tage später eine weitere dazukommt, muss bei der zweiten Änderung darauf geachtet werden, dass alle bereits gewünschten CC-IDs dieser Gruppe erneut gemeinsam berücksichtigt werden.

Das bedeutet in der Praxis:

  • nicht nur den neuen Code einzeln berechnen und eintragen
  • sondern alle Codes, die in dieser Gruppe deaktiviert bleiben sollen, zusammen in den Rechner eingeben
  • anschließend den neuen vollständigen Gruppenwert übernehmen

Nur so bleibt der bereits geänderte Zustand vollständig erhalten.

Kurz gesagt:

Wenn später eine weitere CC-ID aus derselben Gruppe hinzukommt, müssen alle betroffenen CC-IDs dieser Gruppe erneut gemeinsam berechnet und zusammen eingetragen werden.


Warum einzelne Werte nicht einfach überschrieben werden sollten

Viele Fehler passieren dadurch, dass einzelne Werte nacheinander eingetragen werden.

Beispiel:

Eine CC-ID wird berechnet und eingetragen. Einige Tage später wird eine zweite CC-ID aus derselben Gruppe berechnet und ebenfalls eingetragen.

Wenn man dabei nicht den gemeinsamen Gruppenwert verwendet, kann die erste Änderung wieder verloren gehen.

Deshalb sollten alle gewünschten CC-IDs möglichst gemeinsam in den Rechner eingegeben werden.

Der Rechner erstellt daraus den korrekten Gesamtwert pro CC_AKTIVIERUNG-Gruppe.


Wann kann eine Anpassung sinnvoll sein?

Eine Anpassung kann in bestimmten Sonderfällen sinnvoll sein, zum Beispiel bei:

  • technischen Tests
  • Nachrüstungen
  • Umbauten
  • geänderter Fahrzeugausstattung
  • Diagnosezwecken
  • Testaufbauten außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs

Ein Beispiel wäre ein Umbau, bei dem eine alte Überwachung nicht mehr zur neuen Ausstattung passt.

Trotzdem sollte vorher immer geprüft werden, ob die Meldung nicht durch eine saubere Codierung der Fahrzeugausstattung, einen passenden FA/VO-Eintrag, eine Initialisierung oder eine Reparatur behoben werden kann.


Wann sollte man die Finger davon lassen?

Von einer Deaktivierung sollte man besonders dann Abstand nehmen, wenn die Meldung auf einen echten Defekt oder ein sicherheitsrelevantes System hinweist.

Eine Bremsmeldung, Airbagmeldung, DSC-Meldung oder Reifendruckwarnung einfach auszublenden, ist keine Reparatur.

Auch Meldungen zur Beleuchtung sollten im Straßenverkehr nicht leichtfertig deaktiviert werden. Eine nicht funktionierende Außenbeleuchtung kann andere Verkehrsteilnehmer gefährden und zu Problemen bei Kontrolle oder Hauptuntersuchung führen.


Wichtig bei BimmerCode und Expertenmodus

Der Expertenmodus ist kein Spielbereich.

Falsche Werte können dazu führen, dass Funktionen nicht mehr korrekt arbeiten oder neue Probleme entstehen.

Vor jeder Änderung sollte man daher:

  • ein Backup erstellen
  • den Originalwert notieren
  • Screenshots machen
  • nur eine Änderung nach der anderen testen
  • nach dem Codieren das Fahrzeug neu starten oder schlafen lassen
  • bei Problemen den Originalwert wiederherstellen
  • bei sicherheitsrelevanten Meldungen immer eine Diagnose durchführen

Wer sich nicht sicher ist, sollte keine sicherheitsrelevanten Werte verändern.

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Gilt das für alle BMW-Modelle?

Nein, nicht unbedingt.

Dieser Rechner ist für das klassische CC_AKTIVIERUNG-System gedacht.

Bei älteren BMW-Modellen sowie vielen F-Modellen und frühen G-Modellen kann diese Struktur noch vorhanden sein.

Neuere Fahrzeuge können jedoch anders aufgebaut sein. Gerade bei neueren G-Modellen, BCP/SP2021+ oder modernen Plattformen können andere Strukturen wie CC_MELDUNG_0XXX, CC_Konfiguration oder andere zentrale Meldungslogiken verwendet werden.

In solchen Fällen kann der Rechner zwar rechnerisch einen Wert ausgeben, dieser muss im Fahrzeug aber nicht zwingend wirksam sein.


Fazit

Der BimmerGuide CC-ID Rechner ist ein technisches Hilfsmittel, um Check-Control-IDs im klassischen CC_AKTIVIERUNG-System besser zu verstehen und die passenden Codierwerte zu berechnen.

Er hilft besonders dann, wenn mehrere CC-IDs gleichzeitig berücksichtigt werden müssen und ein sauberer Gesamtwert pro Gruppe benötigt wird.

Trotzdem gilt immer:

Codierung ersetzt keine Diagnose.

Eine Check-Control-Meldung sollte nicht blind deaktiviert werden. Erst muss klar sein, warum die Meldung erscheint und ob ein echter Defekt vorliegt.

Besonders bei sicherheitsrelevanten Systemen sollte die Ursache immer fachgerecht geprüft und behoben werden.

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