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Service Historie: Eintrag mit Tool32

Hinweis zur Aktualisierung:
Dieser Beitrag wurde von Grund auf neu erstellt, technisch überprüft und umfassend erweitert. Aufgrund der vollständigen Neufassung wurde auch das Veröffentlichungsdatum aktualisiert. Die bisherige URL bleibt unverändert, sodass vorhandene Verlinkungen und Lesezeichen weiterhin funktionieren.


BimmerGuide.de Werkzeug

Tool32 Service-History-Generator

Erzeugt die Argumentzeile für STEUERN_SERVICEHISTORY_ADD. CIC, NBT, NBT EVO und MGU verwenden dabei denselben Argumentaufbau.

Wichtiger Hinweis: Trage ausschließlich tatsächlich ausgeführte und nachweisbare Arbeiten ein. Der Generator schreibt selbst nichts ins Fahrzeug und ersetzt keine fachkundige Prüfung.
1

Grunddaten

Headunit, Datum, Kilometerstand und Werkstattangaben

2

Wartungspositionen

Maximal 13 Positionen pro Servicehistorien-Datensatz

0 von 13
3

Tool32-Argument

Prüfen, erzeugen und kopieren

4

Lokaler Verlauf

Bleibt ausschließlich in diesem Browser gespeichert


Es gibt auch Generatoren, die das automatisch eintragen, allerdings sind diese mit Vorsicht zu genießen, sie können den ganzen Verlauf löschen: https://www.bimmerguide.de/category/service-historie/

Mit Tool32 lässt sich ein Servicehistorien-Datensatz direkt in der Headunit ergänzen. Damit die lange Argumentzeile nicht mehr mühsam von Hand aufgebaut werden muss, steht auf dieser Seite ein Generator für CIC, NBT, NBT EVO und MGU zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis
Trage ausschließlich Wartungsarbeiten ein, die am Fahrzeug tatsächlich durchgeführt wurden. Der Tool32-Job schreibt einen Datensatz in die lokal gespeicherte Servicehistorie der Headunit. Er ersetzt keinen offiziellen Wartungsnachweis und keinen Eintrag in einem BMW-Backend. Falsche Angaben können Käufer, Werkstätten oder andere Personen täuschen. Das vollständige Löschen der Historie ist ebenfalls möglich und darf nicht testweise ausgeführt werden.

Was wird mit dieser Anleitung geändert?

Der Job STEUERN_SERVICEHISTORY_ADD fügt der Servicehistorie der Headunit einen neuen Datensatz hinzu. Ein Datensatz enthält das Wartungsdatum, den Kilometerstand, eine Händlerkennung, den Gesamtstatus und bis zu 13 einzelne Wartungspositionen.

Händlerkennung: Kurze ASCII-Zeichenfolge zur Kennzeichnung des Betriebs. In der Headunit sind maximal 7 Zeichen sinnvoll lesbar; längere Einträge werden nicht vollständig beziehungsweise nicht sauber dargestellt. Leerzeichen zählen als Zeichen mit. Umlaute und Sonderzeichen sollten vermieden werden.
Beispiel:

Die Begrenzung auf 13 Positionen gilt pro Serviceeintrag. Die gesamte Historie kann selbstverständlich aus mehreren Datensätzen bestehen.

Unterstützte Headunits

HeadunitZu ladende PRG-DateiJob
CICCIC.PRGSTEUERN_SERVICEHISTORY_ADD
NBTNBT.PRGSTEUERN_SERVICEHISTORY_ADD
NBT EVONBTEVO.PRGSTEUERN_SERVICEHISTORY_ADD
MGUHU_MGU.PRGSTEUERN_SERVICEHISTORY_ADD

Der Aufbau der Argumentzeile ist bei den hier geprüften CIC-, NBT-, NBT-EVO- und MGU-Jobs gleich. Die Rückgabewerte unterscheiden sich beim CIC allerdings geringfügig.

Tool32-Servicehistorien-Generator

Der Generator erstellt die vollständige Argumentzeile, rechnet Meilen automatisch in Kilometer um und begrenzt einen Datensatz auf maximal 13 Wartungspositionen. Die Wartungscodes können bequem aus einer Liste ausgewählt werden.

Voraussetzungen

  • EDIABAS und Tool32 beziehungsweise ToolSet32
  • passende und zum Fahrzeugstand gehörende PRG-Dateien
  • funktionierende Diagnoseverbindung zum Fahrzeug
  • stabile Bordnetzspannung
  • grundlegende Erfahrung im Umgang mit BMW-Diagnosesoftware
  • vorherige Dokumentation der bereits vorhandenen Servicehistorie

Keine Experimente am Fahrzeug: Die vorhandenen Einträge sollten vor der Arbeit vollständig fotografiert oder anderweitig dokumentiert werden. Insbesondere der Löschjob entfernt die komplette lokal gespeicherte Servicehistorie.

Aufbau der Argumentzeile

Die Argumente werden mit Semikolons getrennt. Auch hinter dem letzten Wert muss ein Semikolon stehen.

Tag;Monat;Jahr;Korrekturzähler;Kilometerstand;Händlerflag;Händlerkennung;Gesamtstatus;Anzahl;

Danach folgen für jede Wartungsposition vier Werte:

Wartungscode;Positionsstatus;Restdistanz;Restzeit;

Bei drei Wartungspositionen besteht der Datensatz somit aus neun Grundwerten und anschließend drei Blöcken mit jeweils vier Werten.

Die Grundwerte erklärt

PositionFeldBedeutung
1WartungstagTag der Wartung
2WartungsmonatMonat der Wartung
3WartungsjahrVierstelliges Jahr, beispielsweise 2026
4KorrekturzählerBei einem neuen Datensatz normalerweise 0; laut PRG bei einem Korrekturwunsch inkrementieren
5KilometerstandImmer in Kilometern, unabhängig von der Anzeige im Fahrzeug
6Händlerflag1 = BMW-Händler, 0 = unabhängiger Marktteilnehmer
7HändlerkennungASCII-Zeichenfolge; der Generator begrenzt sie entsprechend der bisherigen Vorlage auf sieben Zeichen
8GesamtstatusStatus des gesamten Serviceeintrags
9AnzahlAnzahl der folgenden Wartungspositionen, maximal 13

Statuswerte richtig verwenden

Beim Gesamtstatus und beim Status der einzelnen Wartungsposition ist die Bedeutung von 0x3 nicht identisch.

Gesamtstatus des Datensatzes

WertBedeutung
0x1Wartung durchgeführt
0x2Wartung verspätet durchgeführt
0x3Wartung unvollständig

Status einer einzelnen Wartungsposition

WertBedeutung
0x1Wartung durchgeführt
0x2Wartung verspätet durchgeführt
0x3Wartung überfällig

Restdistanz und Restzeit

Die Restdistanz ist in der PRG als vorzeichenbehafteter Wert definiert, die Restzeit dagegen als nicht negativer Ganzzahlwert. Für eine normal abgeschlossene Wartungsposition werden üblicherweise 0;0 verwendet.

Bei einer rechtzeitig ausgeführten Position sieht der Block beispielsweise so aus:

1;0x1;0;0;

Das bedeutet: Wartungscode 1, durchgeführt, Restdistanz 0, Restzeit 0. Abweichende Werte sollten nur eingetragen werden, wenn ihre Bedeutung und Darstellung am jeweiligen Fahrzeug sicher bekannt sind. Der Generator setzt Restdistanz und Restzeit bei Status 0x1 automatisch auf null.

Beispiel für eine vollständige Argumentzeile

Im folgenden Beispiel wurden bei 125.000 km Motoröl, Bremsflüssigkeit und Mikrofilter rechtzeitig erneuert. Die Arbeiten wurden von einem unabhängigen Betrieb mit der Kennung WERKST durchgeführt.

01;08;2026;0;125000;0;WERKST;0x1;3;1;0x1;0;0;3;0x1;0;0;4;0x1;0;0;

Schritt-für-Schritt-Anleitung in Tool32

  1. Diagnoseverbindung zum Fahrzeug herstellen.
  2. Tool32 beziehungsweise ToolSet32 starten.
  3. Über Datei → SGBD/Gruppendatei laden die passende PRG-Datei öffnen.
  4. Den Job STEUERN_SERVICEHISTORY_ADD auswählen.
  5. Die vom Generator erstellte Argumentzeile vollständig in das Argumentfeld kopieren.
  6. Datum, Kilometerstand, Händlerkennung, Status, Anzahl und Wartungspositionen nochmals kontrollieren.
  7. Den Job einmal ausführen.
  8. Rückgabewerte prüfen.
  9. Servicehistorie in der Headunit kontrollieren. Falls der Eintrag nicht sofort erscheint, das Menü verlassen oder die Headunit beziehungsweise Zündung sauber neu starten.

Die neun Grundwerte der Argumentzeile

Bevor die einzelnen Wartungspositionen folgen, beginnt jeder Servicehistorien-Datensatz mit neun Grundwerten:

Wartungstag: Tag, an dem die Wartung durchgeführt wurde
Beispiel: 13

Wartungsmonat: Monat der Wartung
Beispiel: 06

Wartungsjahr: vollständige vierstellige Jahreszahl
Beispiel: 2020

Korrekturzähler: Bei einem neuen Eintrag normalerweise 0. Laut PRG soll der Wert bei einem Korrekturwunsch erhöht werden. Die genaue interne Auswertung durch die Headunit ist nicht näher dokumentiert.

Kilometerstand: Kilometerstand zum Zeitpunkt der Serviceannahme. Der Wert muss immer in Kilometern angegeben werden – auch wenn das Fahrzeug Meilen anzeigt.
Beispiel: 104414

Händlerflag:
1 = BMW-Händler
0 = unabhängiger Marktteilnehmer
Beispiel: 1

Händlerkennung: ASCII-Zeichenfolge zur Kennzeichnung des Betriebs. Die bisher verwendete Excel-Vorlage begrenzt das Feld auf sieben Zeichen; Leerzeichen werden mitgezählt.
Beispiel: WERKE

Gesamtstatus:
0x1 = Wartung durchgeführt
0x2 = Wartung verspätet durchgeführt
0x3 = Wartung unvollständig
Beispiel: 0x1

Anzahl der Wartungspositionen: Gibt an, wie viele Wartungspositionen anschließend folgen. Pro Servicehistorien-Datensatz sind maximal 13 Positionen möglich.
Beispiel: 3

13;06;2020;0;104414;1;WERKE;0x1;3;

Erfolgreiche Rückgabe erkennen

HeadunitErfolgswertZusätzlich
CICSTAT_SH_ADD_WERT = 0x01JOB_STATUS = OKAY
NBTSTAT_SH_ADD_WERT = 0x00JOB_STATUS = OKAY
NBT EVOSTAT_SH_ADD_WERT = 0x00JOB_STATUS = OKAY
MGUSTAT_SH_ADD_WERT = 0x00JOB_STATUS = OKAY

Bei NBT, NBT EVO und MGU gelten außerdem folgende Rückgabewerte:

WertBedeutung
0x00Erfolgreich
0x01Speicherfehler beziehungsweise kein freier Speicher
0x02Dateninkonsistenz
0x04Keine Schreibberechtigung
0x05Unbekannter Fehler

Beim CIC sind die Werte für Erfolg, Speicherfehler und Dateninkonsistenz um eins verschoben: Erfolg 0x01, Speicherfehler 0x02, Dateninkonsistenz 0x03.

Wartungscodes

Die PRG-Tabellen stellen die Nummern häufig in Hexadezimalform dar. Im Generator und in der erzeugten Argumentzeile werden die Codes dezimal ausgegeben. Beispiel: 0x23 entspricht dezimal 35.

Das Argument ARG_WARTUNGSTEXT ist bei CIC, NBT, NBT EVO und MGU als unsigned char definiert. Der technisch mögliche Wertebereich reicht deshalb von 0 bis 255. Codes 256, 257 oder 258 können mit diesem Job nicht als eigene Wartungscode-Nummern übertragen werden.

DezimalHexBezeichnung
10x01Motoröl
20x02Bremsbeläge vorne
30x03Bremsflüssigkeit
40x04Mikrofilter
50x05Service Inclusive
60x06Bremsbeläge hinten
70x07Partikelfilter
80x08State of Health / Batterie, softwareabhängig
90x09QMV-H-Öl
100x0AZündkerzen/Glühkerzen beziehungsweise Zündkerzen adaptiv, softwareabhängig
130x0DNOx-Additiv
160x10Zündkerzen
170x11Sichtprüfung/Fahrzeugcheck
180x12Kühlflüssigkeit
190x13H2-Check
200x14Übergabedurchsicht
210x15Einfahrkontrolle
220x16Additiv für Partikelfilter
230x17Wasserfilter
240x18Gasdruckfeder
320x20Fahrzeuguntersuchung / HU-Termin
330x21Abgasuntersuchung / AU-Termin
350x23Getriebeöl, je nach System auch Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebeöl
490x31Reifenalter
500x32Kupplung
510x33Gasdruckdämpfer Frontklappe bei aktivem Fußgängerschutz
520x34Verbandskasten
530x35Tire Fit
540x36Katalysator
550x37Stoßdämpfer
970x61Service Sicherheitsfahrzeug
1000x64Sichtprüfung/Fahrzeugcheck verknüpft
2240xE0CBS Evalboard – interner Testwert
2250xE1CBR Evalboard – interner Testwert
2550xFFAnlieferzustand – Sonderzustand

Einige Bezeichnungen unterscheiden sich zwischen Fahrzeug- und Softwareständen. Deshalb verwendet der Generator bei variablen Codes möglichst neutrale Sammelbezeichnungen. Nicht jeder Code muss auf jeder Headunit-Version sichtbar oder sinnvoll nutzbar sein.

Gesamte Servicehistorie löschen

Achtung – vollständiger Datenverlust:
Je nach PRG ist ein Job wie STEUERN_SERVICEHISTORY_ERASE oder STEUERN_SERVICEHISTORY_DEL vorhanden. Dieser Job benötigt normalerweise kein Argument und löscht die gesamte lokal gespeicherte Servicehistorie der Headunit. Nicht testweise ausführen. Vorher jeden vorhandenen Eintrag vollständig dokumentieren.

Die Sortierung und Darstellung neuer Einträge kann je nach Headunit und Softwarestand unterschiedlich sein. Die komplette Historie sollte nicht nur zur Änderung der Reihenfolge gelöscht und neu aufgebaut werden.

Häufige Fehler

ProblemMögliche Ursache
Data inconsistencyFalsche Anzahl der Positionen, ungültiger Code, fehlendes Semikolon oder unpassender Wert
No writing permissionSchreibzugriff wird vom Steuergerät oder aktuellen Zustand nicht erlaubt
Eintrag erscheint nichtFalsche PRG-Datei, Job nicht erfolgreich, Headunit noch nicht aktualisiert oder Code im Softwarestand nicht vorhanden
Falscher WartungstextCodebelegung unterscheidet sich zwischen Softwareständen
Tool32 akzeptiert die Zeile nichtArgument fehlt, ASCII-Zeichen ungeeignet, Zahl außerhalb des Wertebereichs oder abschließendes Semikolon fehlt

Abschließender Hinweis

Tool32 ist ein Entwicklungs- und Diagnosewerkzeug. Die Verwendung erfolgt auf eigene Verantwortung. Prüfe jeden Wert vor dem Ausführen sorgfältig und dokumentiere ausschließlich tatsächlich ausgeführte Wartungsarbeiten. Bei Unsicherheit sollte die Arbeit von einer fachkundigen Person durchgeführt werden

Beispiel NBT Navigation F – Reihe

 

Links:
Codierer Ausstattung beachten

Passende PRG File finden

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