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Motor-Öl Freigabe & Empfehlungen

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BMW Motoröl-Freigaben

Motor auswählen und die laut BMW-Tabelle technisch geeigneten Freigaben anzeigen.

Datenstand 07/2023
Wähle zuerst die Kraftstoffart und anschließend den Motor.
Wichtige Hinweise zur Verwendung
  1. Datenstand der Motorzuordnung: 07/2023.
  2. Viskositätsklassen mit hohem Viskositätsgrad können den Kraftstoffverbrauch erhöhen.
  3. Farblich gekennzeichnete Motoröle werden für den jeweiligen Motor empfohlen und sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben für den US-Markt verbindlich vorgeschrieben. Diese Farbkennzeichnung wird in der kompakten Suche nicht separat ausgewertet.
  4. Die konkrete Freigabe ergibt sich immer aus der exakten Motorzuordnung. Allgemeine Beschreibungen einzelner Longlife-Klassen ersetzen diese Zuordnung nicht.
  5. Produktverfügbarkeit kann je nach Markt variieren. Ein gleich oder ähnlich klingender Handelsname allein beweist keine aktuelle BMW-Freigabe.
  6. Bei SAE 10W-60 bitte die aktuelle Freigabe auf Gebinde, Produktdatenblatt oder Herstellerfreigabeliste prüfen.
  7. Die Angaben dienen nur zu Informationszwecken. Maßgeblich sind Fahrzeugdokumentation, Betriebsanleitung, aktuelle BMW-Unterlagen und der exakte Fahrzeug-/Motorstand.
Anmerkungen Ottomotoren 1–5
  1. BMW Longlife-04, BMW Longlife-12 FE und BMW Longlife-19 FE sind für Ottomotoren nur in Europa (EU plus Schweiz, Norwegen und Liechtenstein) zulässig. Außerhalb dieses Gebiets dürfen sie nicht verwendet werden.
  2. Zu „Sonstige AG-Motoren“ gehören sämtliche AG-Motoren/-Modelle, die nicht in der Tabelle aufgeführt sind, zum Beispiel M10, M20, M30, M40, M42, M43, M44, M50, M52, M60, M62, M70 und M73.
  3. Zu „Sonstige M-Motoren“ gehören sämtliche Motorsport-Motoren/-Modelle, die nicht in der Tabelle aufgeführt sind, zum Beispiel S14, S38, S50, S50U, S52 und S70.
  4. Fahrzeuge mit Ottomotor und OPF erkennt man am Unterdruckschlauch am Ottopartikelfilter sowie an der Sonderausstattung SA1DEA „Abgasnorm RDE“.
  5. BMW Longlife-14 FE+ ist für Ottomotoren nur in Europa (EU plus Schweiz, Norwegen und Liechtenstein), USA und Kanada zulässig. Außerhalb dieses Gebiets darf es nicht verwendet werden.
Anmerkungen Dieselmotoren 1–6
  1. In Ländern mit häufigen Außentemperaturen unter −20 °C werden 0W- anstelle von 5W-Produkten empfohlen.
  2. Zur Erhöhung der Lebensdauer des Dieselpartikelfilters wird ab Verfügbarkeit die Verwendung von Longlife-04-Ölen empfohlen.
  3. Kann für Fahrzeuge ohne DPF verwendet werden.
  4. Wird für Fahrzeuge ohne DPF und in Nicht-EU-Ländern empfohlen.
  5. TU2 = T2 / TOP = S.
  6. Gültig ab Modelljahr 2014.

Hier findest du eine kleine Übersicht der Ölwerte für LL04-Freigabe:

LL04 ÖlwerteRavenol RUP 5w40Motorex Xperience FS-X 5W40Addinol Premium C3 5w40Motul X-Clean 5w40Rowe Hightec Multi Formula 5w40Fuchs TITAN GT1 5w40
Dichte bei 20°Cg/cm³0.8460.8530.852 (15°)0.8450.847 (15°)0.854 (15°)
Viskosität bei 40°Cmm²/s87.589.787.284.78683.9
Viskosität bei 100°Cmm²/s14.3141414.114.414.2
Viskositätsindex VI169161179172174170
Viskosität nach HTHS bei 150°CmPa*s3.9≥ 3.5≥ 3.53.63.7≥ 3.5
Pourpoint°C-51-42-38-39-33-42 (Ru)
Flammpunkt COC°C244≥ 200>230234230250
CCS bei -30°CmPa*s451060686120k.A.58505700/6100 (Ru)
Sulfatasche-Gehalt%0.80.80.80.8k.A.0.8
Phosphor%k.A.0.08k.A.k.A.k.A.k.A.
Schwefel%k.A.0.190.30k.A.k.A.k.A.
NOACK%6.04.2k.A.k.A.k.A.8.5
TBNmg KOH/g8.37.47.27.57.9k.A.
Viskositätsindex VI:

Für den Betrieb von Motoren ist eine möglichst geringe temperaturbedingte Viskositätsänderung der Öle erwünscht, also solche mit hohen Viskositätsindizes. Für Ganzjahres-Fahrer ist natürlich ein weites Spektrum von Vorteil, und da wäre ein höherer VI natürlich wünschenswert.

Viskosität nach HTHS bei 150°C:

Der HTHS-Wert ist ein Maß für die Viskosität eines Motorenöls unter an spruchsvollen Bedingungen. Durch festgelegte Grenzwerte wird auch bei Hochleistungsmotoren sichergestellt, dass die Motoröle bei hohen Temperaturen und hohen Drehzahlen (Schergefälle) im Lagerbereich einen reißfesten Schmierfilm aufrechterhalten können.
-Die Einheit zur Messung von HTHS ist mPas (Millipascalsekunde). Liegt der HTHS-Wert über 3,5 mPas ist die HTHS Viskosität als normal einzustufen. Bei einem HTHS-Wert von unter 3,5 mPas spricht man von einer abgesenkten HTHS Viskosität.
-Motoröle mit abgesenkter HTHS-Viskosität wurden für die speziellen Motoren entwickelt. Daher sollten Sie es nur einfüllen, wenn Ihr KFZ dafür vom Hersteller zugelassen wurde. Bei der ACEA-Klassifikation spielt die HTHS-Viskosität von Motorölen eine wichtige Rolle.
-A3/B3 HTHS-Viskosität von ≥ 3,5 mPas, weniger Verdampfungsverluste, hohe Kolbensauberkeit und Oxidationsstabilität
-A3/B4 HTHS-Viskosität von ≥ 3,5 mPas, erfüllt Anforderungen für Direkteinspritzer-Dieselmotoren
-A5/B5 HTHS-Viskosität von 2,9-3,5 mPas, übrige Standards entsprechen A3/B4
-C1 Low SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,5%, HTHS ≥ 2,9 mPas
-C2 Mid SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,8%, HTHS ≥ 2,9 mPas
-C3 Mid SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,8%, HTHS ≥ 3,5 mPas
-C4 Low SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,5%, HTHS ≥ 3,5 mPas
-C5 Mid SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,8%, HTHS ≥ 2,6 < 2,9 mPas
-E4 Basiert auf MB 228.5, lange Ölwechselintervalle, geeignet für EURO III-Motoren
-E6 Empfohlen für AGR-Motoren und SCR NOX-Motoren mit Dieselpartikelfilter in Kombination mit schwefelfreiem Kraftstoff, Sulfataschegehalt ≤ 1%, läuft 2022 aus
-E7 Empfohlen für AGR-Motoren und SCR NOX-Motoren ohne Dieselpartikelfilter, Sulfataschegehalt ≤ 2%
-E8 Ersetzt ACEA E6, UHPD (Ultra High Performance Diesel), Low SAPS, für DPF, HTHS ≥ 3,5 mPas
-E9 Empfohlen für eine Vielzahl AGR-Motoren und SCR NOX-Motoren mit/ohne Dieselpartikelfilter in Kombination mit schwefelfreiem Kraftstoff, Sulfataschegehalt ≤ 1%, läuft 2022 aus
-E11 Ersetzt ACEA E9, SHPD (Super High Performance Diesel), Mid SAPS, für DPF, HTHS ≥ 3,5 mPas

Pourpoint:

Der Begriff Pourpoint kann auch mit Fließpunkt oder dem Kälteverhalten von Öl beschrieben werden. Der Pourpoint umschreibt die Temperatur, bei der das Öl unter definierten Prüfbedingungen gerade noch fließfähig und anwendbar ist. Der Pourpoint bewegt sich je nach Art des Schmierstoffes bei ca. -65 °C bis -10 °C. Wenn Öl gefriert, kristallisieren die Paraffine und vernetzen sich. Das Öl wird milchig trüb. Die Viskosität des Öls nimmt zu, bis es zu einer festen, wachsartigen Masse wird. Wenn das Öl erstarrt, versagen die Schmiereigenschaften, da sich das Öl nicht mehr optimal an den Schmierstellen verteilt. Durch Additive wie Pourpointverbesserer (paraffin-alkylierte Naphthaline und Phenole sowie Polymethacrylate) lässt sich der Pourpoint eines Schmierstoffs zusätzlich herabsetzen. Diese verzögern das Zusammenziehen der Paraffinkristalle. Die Bezeichnung Pourpoint wird fälschlicherweise oftmals mit dem Begriff Stockpunkt gleichgesetzt. Der Stockpunkt umschreibt jedoch die Temperatur, die ein Öl annehmen muss, um vollständig zu erstarren. Dieser liegt ungefähr 3-5 °C unterhalb des Pourpoints.

Flammpunkt COC:

Der Flammpunkt bei Öl ist die niedrigste Temperatur, bei der eine Ölprobe unter festgelegten Bedingungen ausreichend Dämpfe entwickelt, dass bei Zugabe einer Zündquelle das Luft-Dampf-Gemisch über der Probe erstmalig aufflammt, aber nicht weiter brennt. Brennt das Öl-Luft-Gemisch mindestens fünf Sekunden oder länger, spricht man von dem Brennpunkt des Öles. Der Brennpunkt liegt meist nur wenige Grad Celsius über dem Flammpunkt. Der Flammpunkt allein ist kein hinreichendes Qualitätsmerkmal von Öl, noch lässt er Rückschlüsse auf die Eignung des Öls zu. Es lassen sich auch keine Ableitungen zum Ölverbrauch in Verbrennungsmotoren dadurch ableiten.

CCS bei -30°C:

Bei dem CCS-Viskosimeter handelt es sich um ein spezielles Rotationsviskosimeter zur Bestimmung der Tieftemperaturviskosität von Motorenölen. Das CCS enthält eine temperaturgesteuerte Prüfkammer. Über eine Vakuumpumpe wird die Probe in die Prüfkammer gefördert. Dort wird sie auf die geforderte Temperatur abgekühlt. Über einen Stator, der mit konstanter Kraft betrieben wird, wird der Widerstand des Stators in der Probe bei der Prüftemperatur wird in die Viskosität in mPa · s umgerechnet. Je höher der CCS, desto dickflüssiger die Grundöle

Sulfatasche-Gehalt:

Die Sulfatasche wird bestimmt durch Ausglühen der Probe bei 775 °C. Bei dieser Temperatur „verbrennen“ alle organischen Bestandteile der Probe. Es bleibt nur Asche zurück, die aus Metalloxiden und Verunreinigungen besteht. Durch Abrauchen mit konzentrierter Schwefelsäure werden die Oxide der Asche in entsprechende Sulfate umgewandelt. Die Gewichtsdifferenz der zurückbleibenden Menge wird angegeben. Ein hoher Wert deutet auf starke Ablagerungen, was als schlecht zu deuten ist.

NOACK:

Gerade bei Motorölen ist der Verdampfungsverlust ein wichtiges Qualitätskriterium. Ein hoher Verdampfungsverlust führt zwangsläufig zu einem höheren Ölverbrauch und häufigeren Ölwechseln. Ändert das Öl seine Viskosität und dickt ein, kann es nicht mehr die optimalen Schmiereigenschaften auf die Reibpartner übertragen. Die Folge ist ein gesteigerter Energiebedarf und der damit verbundene Anstieg des Kraftstoffverbrauchs. Die Eindickung des Öles begünstigt zudem die Schlammbildung im Motorraum. Daher ist ein Motorenöl mit einem niedrigen Verdampfungsverlust wünschenswert.

TBN:

Schmieröl sollte keinen sauren pH-Wert entwickeln, um lange stabil und funktionsfähig zu bleiben. Wird das Öl durch Eintrag von Fremdstoffen zu sauer, beschleunigt sich die Ölalterung und die Zersetzung des Schmierstoffs. Das Öl müsste zeitnah ausgetauscht werden. Durch Additivzugabe ist es möglich, das Öl mit einer alkalischen Reserve auszustatten. Dadurch werden Säuren im Öl neutralisiert und es bleibt länger einsatzfähig. Bei Motorölen werden somit z.B. die sauren Verbrennungsprodukte im Öl neutralisiert. Die TBN gibt bei gebrauchtem Öl wichtige Hinweise auf die restliche Lebensdauer des Öls. Gleicht sich die TBN an die TAN zu stark an, wird ein Ölwechsel fällig. Die alkalische Reserve sollte immer höher sein als der Säureeintrag.



LL04 ÖL Empfehlungen:

Letzte Aktualisierung am 14.07.2026 um 16:37 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / *


Hier findest du eine kleine Übersicht der Ölwerte für LL01-Freigabe:

LL01 ÖlwerteRavenol VST 5w40Motorex Xperience FS-X 0w40Addinol Super Light 5w40Motul X-Cess 5w40Rowe Hightec Synt RS HC-D 5w40Fuchs Titan SuperSyn Longlife 5W-40
Es gibt kein 5w40 LL01 in der Serie
Dichte bei 20°Cg/cm³0.8480.8410.854 (15°)0.8500.853 (15°)0.852
Viskosität bei 40°Cmm²/s85.176.1k.A.86.288.882.8
Viskosität bei 100°Cmm²/s14.313.514.4214.214.413.8
Viskositätsindex VI175181181170170171
Viskosität nach HTHS bei 150°CmPa*s3.9≥ 3.53.83.74k.A.
Pourpoint°C-51-51-40-36-36k.A.
Flammpunkt COC°C236>220235230223200
CCS bei -30°CmPa*s47004600k.A.615162006000
Sulfatasche-Gehalt%1.051.2k.A.1.1k.A.k.A.
Phosphor%k.A.k.A.k.A.k.A.k.A.k.A.
Schwefel%k.A.k.A.k.A.k.A.k.A.k.A.
NOACK%7.49.1k.A.k.A.k.A.k.A.
TBNmg KOH/g10.510.111.2510.111k.A.

LL01 ÖL Empfehlungen:

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Wie passiert Ölvermehrung = Ölverdünnung (Dieseleinzug)

Bei Autos mit Dieselmotor und DPF (Diesel-Partikelfilter) die überwiegend auf Kurzstrecken betrieben werden, kann es zu einem erhöhten Ölstand – also einer scheinbaren Ölvermehrung kommen. Die Ursache ist Diesel im Motoröl. Die Verwendung von Biodiesel verschärft das Problem noch.

Ölvermehrung klingt zunächst absurd, da sich Motoröl nicht vermehren knn (leider), hat aber einen erklärbaren Grund: Der Ölfüllstand erhöht sich in bestimmten Fällen durch zusätzlich eingespritzten Treibstoff, der eigentlich für die Reinigung des Dieselpartikelfilters gedacht ist.

Das ist schlecht für den Motor, da verdünntes/verunreinigtes Öl den Motor nicht mehr so gut schmiert. Ist der Ölstand zu hoch, kann das Motoröl zudem schaumig schlagen, was die Schmierfähigkeit nochmals reduziert.

 


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