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G-BMW Remote Engine Start freischalten

Motorfernstart per FSC und Codierung aktivieren

Bei verschiedenen neueren BMW-Modellen ist die Funktion Remote Engine Start technisch bereits in den Steuergeräten vorhanden, bei europäischen Fahrzeugen jedoch häufig nicht freigeschaltet. Mithilfe eines passenden FSC-Freischaltcodes und der anschließenden Codierung der beteiligten Steuergeräte kann sich die Funktion bei kompatiblen Fahrzeugen nachträglich aktivieren lassen.

Der Motorfernstart dient in erster Linie dazu, den Innenraum vor Fahrtbeginn zu klimatisieren. BMW beschreibt die serienmäßige Funktion als zeitlich begrenzte Vorklimatisierung, die über die My BMW App oder durch dreimaliges Drücken der Verriegelungstaste am Fahrzeugschlüssel gestartet werden kann. Bei der offiziellen BMW-Ausführung wird der Motor nach spätestens 15 Minuten automatisch abgeschaltet.

Wichtiger Hinweis:
Die folgende Anleitung beschreibt keine offizielle BMW-Nachrüstung, sondern ein von Nutzern erprobtes Community-Verfahren. Ob die Freischaltung funktioniert, hängt unter anderem vom Fahrzeug, Motorsteuergerät, Softwarestand, I-Level und der vorhandenen Ausstattung ab. Alle Änderungen erfolgen auf eigene Verantwortung.

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Was wird für die Freischaltung benötigt?

Für die Durchführung werden benötigt:

  • ein kompatibler BMW mit entsprechendem Steuergeräteverbund
  • ein Windows-PC oder Notebook
  • E-Sys mit funktionierender Fahrzeugverbindung (Esys-Ultra Loader)
  • passende PSdZData für den Softwarestand des Fahrzeugs
  • eine geeignete ENET- oder ICOM-Verbindung
  • eine zum Fahrzeug passende FSC-Datei
  • ungekürzte CAFD-Daten für die Codierung mit E-Sys oder alternativ eine geeignete Codier-App
  • eine stabile Spannungsversorgung des Fahrzeugs
  • ein vollständiges Backup der ursprünglichen Codierdaten

Diese Anleitung orientiert sich vor allem an Fahrzeugen mit Steuergeräten wie:

  • BDC_BODY3
  • DKOMBI4
  • HU_MGU
  • IHKA4
  • DSC_BRS_IB
  • FZD2

Sind diese Steuergeräte nicht vorhanden, ist das Fahrzeug möglicherweise nicht mit dieser Anleitung kompatibel.


Teil 1: FSC für Remote Engine Start erzeugen

Für die Motorfernstart-Funktion wird normalerweise folgende FSC-Anwendung verwendet:

MotorsteuergerätFSC-AnwendungsnummerFunktion
DME 10x17CRemote Engine Start freischalten
DME 20x180Remote Engine Start für zweites Motorsteuergerät freischalten

Bei Fahrzeugen mit nur einem Motorsteuergerät wird normalerweise lediglich die Anwendung 0x17C benötigt.

Fahrzeuge mit zwei DME-Steuergeräten benötigen zusätzlich die Anwendung 0x180.

Generator-Link:
[AUS RECHTLICHEN GRÜNDEN MÜSST IHR DEN SELBST IM NETZ SUCHEN. ACHJA, ER IST MITTLERWEILE KOSTENLOS]

Die erzeugte FSC-Datei muss zum Fahrzeug und zur jeweiligen FSC-Anwendung passen. Eine beliebige FSC-Datei eines anderen Fahrzeugs darf nicht verwendet werden.


Teil 2: FSC mit E-Sys einspielen

1. Fahrzeug vorbereiten

Vor Beginn der Arbeiten sollten folgende Punkte beachtet werden:

  1. Fahrzeug mit einer stabilen Spannungsversorgung verbinden.
  2. Zündung einschalten.
  3. E-Sys starten.
  4. Verbindung mit dem Fahrzeug herstellen.
  5. Bestehende Codierdaten und relevante FSC-Statusinformationen sichern.

Während des FSC-Imports darf die Fahrzeugverbindung nicht unterbrochen werden.


2. FSC Comfort öffnen

In E-Sys den Bereich FSC Comfort öffnen.

Als Diagnoseadresse wird bei der in dieser Anleitung beschriebenen DME-Konfiguration zunächst folgende Adresse verwendet:

0x12

Anschließend auf Identify klicken.

E-Sys sollte nun das angesprochene Steuergerät identifizieren und die verfügbaren FSC-Anwendungen anzeigen.


3. Vorhandenen FSC-Status prüfen

Auf Check Status klicken.

In der Statusliste nach der Anwendung suchen:

0x17C

Vor der Freischaltung wird der Status üblicherweise als nicht akzeptiert oder nicht vorhanden angezeigt, beispielsweise:

not accepted

Die genaue Formulierung kann je nach E-Sys-Version und Steuergeräte-Software abweichen.


4. FSC-Anwendung eintragen

Folgende Werte verwenden:

EingabefeldWert
Application Number0x17C
Upgrade Index0x01

Danach die zuvor erzeugte FSC-Datei auswählen.


5. FSC importieren

Auf folgende Schaltfläche klicken:

Upgrade FSC

Den Vorgang vollständig abschließen lassen. E-Sys darf währenddessen nicht beendet und die Fahrzeugverbindung nicht getrennt werden.


6. Status erneut kontrollieren

Nach dem Import erneut auf Check Status klicken.

Die Anwendung 0x17C sollte nun als akzeptiert angezeigt werden:

accepted

Damit ist der FSC für das erste beziehungsweise einzige Motorsteuergerät eingespielt.


Fahrzeuge mit zwei Motorsteuergeräten

Bei Fahrzeugen mit zwei DME-Steuergeräten muss der Vorgang zusätzlich für folgende FSC-Anwendung durchgeführt werden:

0x180

Dabei gilt:

EingabefeldWert
Application Number0x180
Upgrade Index0x01

Achtung:
0x180 ist die FSC-Anwendungsnummer und nicht automatisch die Diagnoseadresse des zweiten Motorsteuergeräts. Das richtige DME-Steuergerät muss zuvor über Identify eindeutig ermittelt werden. Diagnoseadressen können abhängig von Fahrzeug und Steuergeräteverbund abweichen.

Nach dem Einspielen muss auch die Anwendung 0x180 beim Statuscheck als akzeptiert erscheinen.


Teil 3: Benötigte Steuergeräte codieren

Nach erfolgreichem FSC-Import müssen die beteiligten Steuergeräte codiert werden.

Dies kann erfolgen mit:

  • E-Sys und ungekürzten CAFD-Daten
  • einer geeigneten Codier-App im Expertenmodus

Vor jeder Änderung sollte die originale Codierung des jeweiligen Steuergeräts gesichert werden.

Grundregel:
Ist ein Parameter im Steuergerät nicht vorhanden, sollte er übersprungen werden. Parameter dürfen nicht anhand ähnlich klingender Bezeichnungen ersetzt oder frei interpretiert werden.


BDC_BODY3 – zentrales Karosseriesteuergerät

Steuergeräteadresse:

BDC_BODY3 – 0x40

Folgende Parameter codieren:

ParameterWert
TCM_REMOTE_STARTaktiv
RCM_ENABLE_REMOTE_ENGINESTARTaktiv
ALH_AKTIV_IN_PWF_ZUSTANDab_Standfunktionen
ASP_STANDHEIZUNGaktiv
VOKO_SHZ_ALHZVOKO_aktive_alle_Sitze
LRE_LHZ_VOKOaktiv

Ausstattungsabhängige Einstellungen

VOKO_SHZ_ALHZ sollte nur codiert werden, wenn das Fahrzeug über eine Sitzheizung verfügt.

LRE_LHZ_VOKO sollte nur codiert werden, wenn eine Lenkradheizung vorhanden ist.

Fehlt die jeweilige Ausstattung, werden diese Parameter übersprungen.


DKOMBI4 – Kombiinstrument

Steuergeräteadresse:

DKOMBI4 – 0x60

Folgenden Parameter codieren:

ParameterWert
HMI_REMOTE_START_ENABLEaktiv

Damit wird die Unterstützung der Motorfernstart-Funktion im Kombiinstrument aktiviert.


DSC_BRS_IB – Fahrstabilitäts- und Parkbremsensystem

Steuergeräteadresse:

DSC_BRS_IB – 0x29

Folgenden Parameter codieren:

ParameterWert
C_EPBI_Remote_Startaktiv

Ist der Parameter im vorhandenen DSC-Steuergerät nicht enthalten, wird er übersprungen. Die übrige Codierung kann trotzdem fortgesetzt werden.


FZD2 – Dachfunktionszentrum und Alarmanlage

Steuergeräteadresse:

FZD2 – 0x56

Folgenden Parameter codieren:

ParameterWert
DWA Motor Remoteaktiv

Diese Einstellung ist nur erforderlich, wenn das Fahrzeug über eine Diebstahlwarnanlage verfügt.

Ist keine Alarmanlage verbaut, wird der Parameter übersprungen.


HU_MGU – Headunit

Steuergeräteadresse:

HU_MGU – 0x63

Folgenden Parameter codieren:

ParameterWert
HVAC_REMOTE_ENGINE_STARTaktiv

Diese Einstellung aktiviert die entsprechende Unterstützung in der Headunit beziehungsweise im Klimamenü.


IHKA4 – Klimasteuergerät

Steuergeräteadresse:

IHKA4 – 0x78

Folgende Parameter codieren:

ParameterWert
MIN_TANKINHALT_STANDHEIZEN2L
STANDKLIMA_MOTORLAUFAKTIV_Alle_Aktivierungswege
HSH_ANSTEUERUNG_BEI_VOKOAKTIV

Mit diesen Einstellungen werden unter anderem der Motorlauf zur Standklimatisierung und die vorgesehenen Aktivierungswege freigeschaltet.

Der eingestellte Mindesttankinhalt von zwei Litern bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Fahrzeug unter allen Bedingungen mit diesem Kraftstoffstand startet. Weitere Schutzbedingungen der DME und des Fahrzeugverbunds bleiben weiterhin aktiv.


SM2 – Sitzmodule

Fahrersitz:

SM2 Fahrerseite – 0x6D

Beifahrersitz:

SM2 Beifahrerseite – 0x6E

In beiden Sitzmodulen folgenden Parameter codieren:

ParameterWert
SA_SHZ_VOKO_AKTIVIERUNGaktiv

Diese Codierung ist nur bei Fahrzeugen mit Sitzheizung erforderlich.

Ist keine Sitzheizung vorhanden, können beide Sitzmodule übersprungen werden.


Übersicht aller Codierwerte

SteuergerätAdresseParameterWert
BDC_BODY30x40TCM_REMOTE_STARTaktiv
BDC_BODY30x40RCM_ENABLE_REMOTE_ENGINESTARTaktiv
BDC_BODY30x40ALH_AKTIV_IN_PWF_ZUSTANDab_Standfunktionen
BDC_BODY30x40ASP_STANDHEIZUNGaktiv
BDC_BODY30x40VOKO_SHZ_ALHZVOKO_aktive_alle_Sitze
BDC_BODY30x40LRE_LHZ_VOKOaktiv
DKOMBI40x60HMI_REMOTE_START_ENABLEaktiv
DSC_BRS_IB0x29C_EPBI_Remote_Startaktiv
FZD20x56DWA Motor Remoteaktiv
HU_MGU0x63HVAC_REMOTE_ENGINE_STARTaktiv
IHKA40x78MIN_TANKINHALT_STANDHEIZEN2L
IHKA40x78STANDKLIMA_MOTORLAUFAKTIV_Alle_Aktivierungswege
IHKA40x78HSH_ANSTEUERUNG_BEI_VOKOAKTIV
SM2 Fahrerseite0x6DSA_SHZ_VOKO_AKTIVIERUNGaktiv
SM2 Beifahrerseite0x6ESA_SHZ_VOKO_AKTIVIERUNGaktiv

Empfohlene Reihenfolge der Codierung

Die Steuergeräte sollten einzeln bearbeitet und codiert werden.

Empfohlene Reihenfolge:

  1. BDC_BODY3
  2. DKOMBI4
  3. DSC_BRS_IB
  4. FZD2
  5. HU_MGU
  6. IHKA4
  7. SM2 Fahrerseite
  8. SM2 Beifahrerseite

Nach jedem Codierschritt sollte kontrolliert werden, ob das Steuergerät wieder erreichbar ist und keine unerwarteten Fehler abgelegt wurden.

Nach Abschluss aller Codierungen:

  1. Fehlerspeicher auslesen.
  2. Codierbedingte Kommunikationsfehler löschen.
  3. Zündung ausschalten.
  4. Fahrzeug verriegeln.
  5. Fahrzeug vollständig einschlafen lassen.
  6. Funktion anschließend erneut prüfen.

Remote Engine Start im Fahrzeug aktivieren

Nach erfolgreicher Freischaltung kann im iDrive ein zusätzlicher Menüpunkt für den Motorfernstart oder die Standklimatisierung erscheinen.

Je nach Softwarestand befindet sich die Einstellung beispielsweise in einem Bereich wie:

Klima

oder:

Standklimatisierung

Die Funktion muss gegebenenfalls einmalig im Fahrzeugmenü aktiviert werden.

Bei der serienmäßigen BMW-Ausführung kann der Motorfernstart anschließend unter anderem durch dreimaliges Drücken der Verriegelungstaste gestartet werden:

Verriegelung – Verriegelung – Verriegelung

Die drei Tastendrücke müssen unmittelbar nacheinander erfolgen. BMW nennt außerdem die My BMW App als offiziellen Aktivierungsweg bei entsprechend ausgestatteten und freigeschalteten Fahrzeugen.

Ob App-Aktivierung, Fahrzeugschlüssel oder beide Aktivierungswege nach der manuellen Freischaltung funktionieren, kann vom Fahrzeug, der Region, dem ConnectedDrive-Backend und dem Softwarestand abhängen.


Fehlerdiagnose

FSC bleibt auf „not accepted“

Mögliche Ursachen:

  • falsche FSC-Datei
  • FSC-Datei gehört nicht zum Fahrzeug
  • falsche Application Number
  • falscher Upgrade Index
  • falsches Motorsteuergerät ausgewählt
  • zweites DME nicht berücksichtigt
  • FSC vom Steuergerät nicht unterstützt
  • nicht kompatibler Software- oder I-Level-Stand
  • beschädigte oder unvollständige FSC-Datei

Die Datei sollte nicht mehrfach wahllos eingespielt werden. Zuerst müssen Fahrzeugzuordnung, Anwendungsnummer und angesprochenes Steuergerät überprüft werden.


Anwendung 0x17C wird nicht angezeigt

Wird 0x17C beim FSC-Status nicht angezeigt, kommen unter anderem folgende Ursachen infrage:

  • falsche Diagnoseadresse
  • falsches Steuergerät identifiziert
  • nicht kompatible DME-Software
  • Funktion wird vom vorhandenen Motorsteuergerät nicht unterstützt

In diesem Fall sollte die Freischaltung nicht erzwungen werden.


Parameter ist nicht vorhanden

BMW verändert Parameterbezeichnungen und Funktionsstrukturen zwischen unterschiedlichen Softwareständen.

Fehlt ein Parameter:

  • keine ähnlich klingende Funktion auf Verdacht auswählen
  • Parameter nicht manuell erzeugen
  • Steuergerät überspringen
  • CAFD-Version und Softwarestand dokumentieren
  • prüfen, ob die Funktion in einem anderen Steuergerät umgesetzt wurde

Ein fehlender Parameter bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Freischaltung unmöglich ist.


Menüpunkt erscheint nicht

Kontrolliert werden sollten:

  • FSC-Status von 0x17C
  • bei Dual-DME zusätzlich FSC-Status von 0x180
  • Codierung von BDC_BODY3
  • Codierung von HU_MGU
  • Codierung von DKOMBI4
  • Codierung von IHKA4
  • vollständiger Fahrzeug-Schlafzyklus
  • Fehlerspeicher der beteiligten Steuergeräte

Ein Neustart der Headunit oder ein erneuter Fahrzeug-Schlafzyklus kann erforderlich sein.


Motorfernstart funktioniert trotz vorhandenem Menü nicht

In diesem Fall sollte zuerst der Fehlerspeicher ausgelesen werden.

Mögliche Sperrbedingungen können vom Fahrzeug abhängig sein, beispielsweise:

  • unzureichender Kraftstoffstand
  • niedriger Ladezustand der Starterbatterie
  • offene Motorhaube
  • nicht vollständig verriegeltes Fahrzeug
  • vorhandener DME-, BDC- oder DSC-Fehler
  • nicht erkannte Wählhebelstellung
  • unvollständige FSC-Freischaltung
  • inkompatible Softwarestände
  • fehlende oder nicht unterstützte Fahrzeugausstattung

Welche Sperrbedingung tatsächlich vorliegt, sollte anhand des Fehlerspeichers und der Statuswerte ermittelt werden.


Weitere Funktionen des FSC-Generators

Der genannte kostenlose Generator bietet laut vorliegender Funktionsliste neben Remote Engine Start weitere FSC-Anwendungen an.

Wichtig:
Die folgende Liste ist nur eine Übersicht der vom Generator angebotenen Funktionen. Sie ist keine Empfehlung, diese FSCs einzuspielen. Leistungs-, Drehmoment- und Geschwindigkeitsfreigaben können zusätzliche Software-, Hardware-, Zulassungs- und Sicherheitsanforderungen besitzen.

Allgemeine und plattformübergreifende Anwendungen

FSCSteuergerät/Funktion
0x17CDME 1 – Remote Engine Start freigeben
0x180DME 2 – Remote Engine Start freigeben
0x095Vmax-Freigabe DME 1 bei M-Fahrzeugen
0x07BVmax-Freigabe DME 2 bei M-Fahrzeugen

S58B30T0

Verwendung unter anderem bei:

  • BMW M2
  • BMW M3
  • BMW M4
  • BMW X3 M
  • BMW X4 M

Zugeordnetes Motorsteuergerät:

DME-86TO
FSCBeschreibung laut Generator
0x188M Driver’s Package
0x1A4F97/F98 und G80/G82/G83 Competition Package, Werksausführung
0x1AFF97/F98 und G80/G82/G83 Basismodell, Werksausführung
0x1C1G8x M Drive Professional, Werk/Service
0x1DEG80 CS beziehungsweise G82 CSL – Pmax/Vmax, Werksausführung
0x1E2G82 GT4 Rennsport, Werksausführung
0x1E3G87 M2 Club Rennsport, Werksausführung
0x1E4G87 M2 Cup Rennsport, Werksausführung
0x1E8G8x AWD LCI Competition Package, Werksausführung
0x1EBG87 NM – neues Modell, Werksausführung
0x1ECG87 CS, Werksausführung
0x1EEG87 CS Brasilien, Werksausführung
0x1EFG8x RWD – 375 kW, Werksausführung
0x1F0G8x M Drive Professional, Werk/Service
0x1F1G8x M Driver’s Package, Werk/Service
0x1F2G8x AWD – 390 kW, Werksausführung

Die teilweise im Ausgangsmaterial fehlerhaft dargestellte Bezeichnung „5ёяvїcё“ wurde als mutmaßlicher Darstellungs- beziehungsweise Zeichensatzfehler interpretiert und in der Tabelle als „Service“ wiedergegeben.


S63B44T4

Verwendung unter anderem bei:

  • BMW M5 F90
  • BMW M8 F91/F92
  • BMW X5 M F95
  • BMW X6 M F96
FSCBeschreibung laut Generator
0x1ABDME 1 – Competition Package
0x1ACDME 2 – Competition Package

Leistungs-, Vmax- oder Competition-FSCs sollten nicht allein deshalb eingespielt werden, weil der Generator eine passende Datei erstellen kann. Ein akzeptierter FSC ersetzt weder den erforderlichen Softwarestand noch die mechanische, thermische oder zulassungsrechtliche Eignung des Fahrzeugs.

Für die hier beschriebene Motorfernstart-Funktion werden ausschließlich 0x17C und bei Fahrzeugen mit zwei DME-Steuergeräten zusätzlich 0x180 benötigt.


Sicherheits- und Rechtshinweise

Fahrzeug niemals in geschlossenen Räumen starten

Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor darf niemals per Fernstart in einer Garage, Werkstatt oder einem anderen geschlossenen beziehungsweise teilweise geschlossenen Bereich gestartet werden.

Motorabgase enthalten Kohlenmonoxid. Das Gas kann sich auch bei geöffnetem Garagentor in gefährlicher Konzentration ansammeln. Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt ausdrücklich davor, Fahrzeuge in einer an ein Wohnhaus angeschlossenen Garage laufen zu lassen – selbst dann, wenn das Garagentor geöffnet ist.

Der Motorfernstart darf nur im Freien und mit ausreichendem Abstand zu:

  • Gebäuden
  • Fenstern
  • Türen
  • Lüftungsöffnungen
  • Personen
  • Tieren

verwendet werden.


Motor nicht unnötig laufen lassen

In Deutschland ist das unnötige Laufenlassen eines Fahrzeugmotors nach § 30 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung untersagt. Die Motorfernstart-Funktion sollte daher nicht zum längeren Warmlaufenlassen oder ohne nachvollziehbaren Zweck eingesetzt werden.

Auch örtliche Lärm- und Umweltschutzbestimmungen müssen beachtet werden.


Haftung, Garantie und Fahrzeugzulassung

Codierungen und FSC-Freischaltungen verändern die Fahrzeugkonfiguration. Abhängig vom Fahrzeug, Land und Umfang der Änderungen können Auswirkungen auf folgende Bereiche nicht ausgeschlossen werden:

  • Herstellergarantie
  • Gewährleistung
  • Kulanz
  • ConnectedDrive-Funktionen
  • Softwareupdates
  • Diagnosefähigkeit
  • Betriebserlaubnis
  • Versicherungsschutz

Vor der Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr sollte geklärt werden, ob die Funktion im jeweiligen Land und am konkreten Fahrzeug zulässig ist.

Es besteht kein Anspruch darauf, dass ein BMW-Händler eine nachträglich und nicht offiziell freigeschaltete Funktion unterstützt oder nach einem Softwareupdate wiederherstellt.


Auswirkungen eines BMW-Softwareupdates

Ein späteres BMW-Softwareupdate kann:

  • Codierwerte auf Werkseinstellungen zurücksetzen
  • Parameter umbenennen
  • Parameter entfernen
  • CAFD-Strukturen verändern
  • Steuergeräte neu programmieren
  • die Funktion teilweise oder vollständig deaktivieren

Nach einem Update muss deshalb geprüft werden:

  1. Ist FSC 0x17C weiterhin akzeptiert?
  2. Ist bei Dual-DME auch FSC 0x180 akzeptiert?
  3. Sind die Codierwerte noch vorhanden?
  4. Erscheint der Menüpunkt weiterhin?
  5. Funktioniert der Start über Schlüssel beziehungsweise App?

Vor einem Update sollten die ursprünglichen und geänderten Codierwerte dokumentiert werden.


Fazit

Bei kompatiblen BMW-Fahrzeugen kann sich Remote Engine Start durch einen passenden FSC und die Codierung mehrerer Steuergeräte nachträglich aktivieren lassen.

Der grundsätzliche Ablauf besteht aus:

  1. FSC 0x17C für DME 1 erzeugen.
  2. Bei Dual-DME zusätzlich FSC 0x180 erzeugen.
  3. FSC mit E-Sys über FSC Comfort einspielen.
  4. Status auf accepted kontrollieren.
  5. BDC, Kombiinstrument, DSC, Headunit und Klimasteuergerät codieren.
  6. Ausstattungsabhängige Steuergeräte nur bei vorhandener Ausstattung bearbeiten.
  7. Fahrzeug vollständig einschlafen lassen.
  8. Fehlerspeicher prüfen.
  9. Funktion ausschließlich im Freien testen.

Nicht jedes Fahrzeug, jeder Softwarestand und jede Steuergerätevariante unterstützt die Funktion. Fehlende Parameter sollten niemals durch vermeintlich ähnliche Einstellungen ersetzt werden.


Haftungsausschluss

Diese Anleitung dient ausschließlich der technischen Dokumentation und dem Erfahrungsaustausch. Sie stellt keine offizielle Anleitung oder Freigabe von BMW dar.

Arbeiten an der Fahrzeugsoftware dürfen nur von Personen durchgeführt werden, die über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen. Falsche FSC-Dateien, ungeeignete Codierungen, Spannungsunterbrechungen oder Bedienfehler können Fehlfunktionen und Schäden an Steuergeräten verursachen.

Die Durchführung erfolgt vollständig auf eigene Verantwortung. Für Schäden, Ausfälle, Folgekosten, rechtliche Konsequenzen oder den Verlust von Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzansprüchen wird keine Haftung übernommen.


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