Installation, VX Manager, ISTA+, E-Sys und BMW Standard Tools
Der VXDIAG VCX SE für BMW ist ein Fahrzeug-Kommunikationsinterface, das die Verbindung zwischen einem Diagnosecomputer und dem Fahrzeug herstellt. Es ersetzt keine Diagnosesoftware: Der VX Manager verwaltet lediglich das Interface, die Firmware, Geräteautorisierungen und die benötigten Kommunikationstreiber.
BMW-Programme wie ISTA+, E-Sys, INPA, NCS Expert, Tool32 und WinKFP gehören nicht automatisch zum Lieferumfang. Sie müssen separat und aus einer legalen beziehungsweise autorisierten Quelle installiert werden.
Unterstützte Programme und Einsatzbereiche
| Programm | Hauptaufgabe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| ISTA+ | Diagnose, Fehlerspeicher, Messwerte, Prüfpläne und Servicefunktionen | BMW E-, F-, G- und I-Baureihen |
| E-Sys | Codierung und Programmierung | BMW F-, G- und I-Baureihen |
| INPA | Diagnose und Statuswerte | Vor allem BMW E-Baureihen |
| Tool32 | Direkter Aufruf von Steuergeräte-Jobs | Vor allem BMW E-Baureihen |
| NCS Expert | Codierung | BMW E-Baureihen |
| WinKFP | Programmierung einzelner Steuergeräte | BMW E-Baureihen |
| IToolRadar | Auffinden und Reservieren der ICOM-Emulation | Ältere BMW-Setups |
| EasyConnect | Konfiguration der EDIABAS-Verbindung | BMW Standard Tools |
Welche Funktionen tatsächlich verwendet werden können, hängt nicht allein vom Interface ab. Entscheidend sind außerdem:
- Fahrzeug und Baureihe,
- betroffenes Steuergerät,
- verwendete BMW-Software,
- installierte SP-Daten oder PSdZData,
- Firmware des VCX SE,
- BMW-Autorisierung,
- korrekte Verbindungskonfiguration.
Das VCX SE wird vom Hersteller unter anderem mit ISTA-D/P, E-Sys und INPA beworben. Daraus darf jedoch nicht automatisch abgeleitet werden, dass jeder Programmierweg mit jeder Softwareversion unterstützt wird.
Diagnose, Codierung und Programmierung unterscheiden
Bei einer Diagnose werden hauptsächlich Daten gelesen, Fehlerspeicher ausgewertet, Messwerte angezeigt und Servicefunktionen ausgeführt.
Eine Codierung verändert die Konfiguration eines Steuergeräts. Dabei wird beispielsweise festgelegt, welche Fahrzeugfunktionen vorhanden beziehungsweise aktiviert sind.
Bei einer Programmierung oder einem Flash wird die eigentliche Steuergerätesoftware überschrieben. Das stellt wesentlich höhere Anforderungen an Spannungsversorgung, Datenverbindung und Softwarekonfiguration.
Je weiter man in Richtung Programmierung geht, desto größer wird das Risiko eines nicht mehr ansprechbaren Steuergeräts.
Technische Eigenschaften des VCX SE
Laut AllScanner-Dokumentation besitzt das VCX SE unter anderem:
- drei CAN-Bus-Kanäle,
- zwei K-Line-/L-Line-Kanäle,
- ISO 13400 DoIP,
- SAE J2534-1/2 PassThru,
- ISO 22900 MVCI beziehungsweise D-PDU,
- USBLAN über USB-C,
- kabelgebundenes LAN über USB-C-auf-RJ45,
- WLAN nach 802.11 b/g/n,
- Versorgung über das Fahrzeug mit 9 bis 36 Volt,
- getrennte Anzeigen für Stromversorgung, WLAN, Computer- und Fahrzeugkommunikation.
Damit unterstützt das Interface sowohl ältere Diagnoseprotokolle als auch neuere DoIP-Verbindungen. Die technischen Angaben sind in der AllScanner-Gerätebeschreibung aufgeführt.
1. Benötigte Ausstattung
Für die Einrichtung werden benötigt:
- VXDIAG VCX SE mit BMW-Autorisierung,
- OBD-Verbindungskabel,
- USB-C-Datenkabel,
- Windows-Diagnosecomputer,
- aktuelle Version des VX Managers,
- installierte BMW-Diagnosesoftware,
- Internetverbindung für Updates,
- bei Codierung oder Programmierung eine geeignete Spannungsversorgung.
Für die erste Einrichtung sollte das VCX SE kabelgebunden angeschlossen werden.
Spannungsversorgung des Fahrzeugs
Für das Lesen von Fehlerspeichern kann bei einer gesunden Batterie eine normale Diagnosesitzung möglich sein. Bei längeren Prüfabläufen, Codierungen und besonders bei einer Programmierung muss das Fahrzeug an einem leistungsfähigen, geregelten Netzteil angeschlossen werden.
Nicht geeignet sind einfache Ladegeräte mit:
- Entsulfatierungsfunktion,
- Reparaturmodus,
- Pulsladung,
- automatischem Spannungswechsel,
- zu geringer Stromreserve.
Das Diagnosegerät selbst arbeitet zwar innerhalb eines breiten Spannungsbereichs, doch für eine Programmierung ist die vom Fahrzeug und BMW vorgeschriebene stabile Bordnetzspannung entscheidend.
2. BMW-Software zuerst installieren
Die benötigte BMW-Software sollte vor dem dazugehörigen VXDIAG-Diagnosetreiber installiert werden.
Das ist wichtig, weil der VX Manager den VXDIAG-Treiber in die vorhandene BMW-Installation einbindet. Laut AllScanner gelten für die Treiberinstallation folgende Voraussetzungen:
- BMW-Diagnosesoftware ist bereits installiert.
- VCX SE besitzt eine gültige BMW-Autorisierung.
- VCX SE ist mit dem Computer verbunden.
- Computer verfügt über Internetzugriff.
Je nach Einsatzzweck kommen infrage:
- ISTA+ für Diagnose, Prüfpläne und Servicefunktionen,
- E-Sys für F-, G- und I-Baureihen,
- BMW Standard Tools für E-Baureihen,
- SP-Daten für NCS Expert, Tool32 und WinKFP,
- PSdZData für E-Sys.
Datenstände dürfen nicht wahllos aus unterschiedlichen Installationen kombiniert werden.
3. Aktuellen VX Manager installieren
Der aktuelle VX Manager kann über folgenden Herstellerlink heruntergeladen werden:
In der offiziellen Versionsübersicht ist derzeit die stabile Version V1.9.1 vom 20. April 2026 aufgeführt. Sie enthält unter anderem eine Korrektur für gelegentlich fehlschlagende Lizenzaktualisierungen sowie einen neueren WCH-USBLAN-Treiber.
Die aktuelle Versionsübersicht befindet sich unter:
Installation
- Installationspaket vollständig herunterladen.
- ZIP-Datei entpacken.
- Setup mit Administratorrechten starten.
- Installationsassistenten durchlaufen.
- Installation abschließen.
- Windows gegebenenfalls neu starten.
- VX Manager noch nicht zusammen mit anderen Diagnoseprogrammen öffnen.
Der Hersteller empfiehlt teilweise, Virenschutz und Firewall abzuschalten. Das sollte nicht dauerhaft erfolgen. Wird der offiziell heruntergeladene Treiber blockiert, sollte eine gezielte Ausnahme für den Installer und anschließend für die lokale Netzwerkkommunikation des VX Managers eingerichtet werden.
4. Die USB-Verbindung des VCX SE ist USBLAN
Die Verbindung des VCX SE über das USB-C-Kabel arbeitet technisch nicht als klassische serielle USB-Verbindung. Das Interface stellt dem Computer einen USB-Netzwerkadapter zur Verfügung. AllScanner bezeichnet diese Verbindung als USBLAN.
Deshalb erscheint im Windows-Gerätemanager normalerweise kein COM-Port, sondern ein Netzwerkadapter:
Realtek USB FE Family Controller
Eine klassische USB-Serial-Verbindung mit einem COM-Port wird laut AllScanner-Dokumentation beim VCX Nano verwendet, nicht beim VCX SE.
5. VCX SE erstmals anschließen
- VCX SE mit der OBD-Buchse des Fahrzeugs verbinden.
- USB-C-Kabel vollständig in das Interface einstecken.
- USB-Kabel direkt mit dem Diagnosecomputer verbinden.
- Möglichst keinen unversorgten USB-Hub verwenden.
- Zündung beziehungsweise Diagnosebereitschaft einschalten.
- Startvorgang des Interfaces abwarten.
- VX Manager öffnen.
Im VX Manager müssen nun unter anderem erscheinen:
- Seriennummer,
- Gerätename,
- Hardwareversion,
- Firmwareversion,
- Lizenz- beziehungsweise Autorisierungsstatus,
- Verbindungsstatus.
Werden diese Angaben angezeigt, besteht eine Verbindung zwischen Computer und Interface.
Verbindung im Gerätemanager kontrollieren
Unter Windows:
- Rechtsklick auf das Startmenü.
- „Gerätemanager“ öffnen.
- „Netzwerkadapter“ aufklappen.
- Nach
Realtek USB FE Family Controllersuchen.
Fehlt der Netzwerkadapter:
- USB-C-Stecker vollständig einstecken,
- anderen USB-Port testen,
- anderes Datenkabel verwenden,
- USB-Hub entfernen,
- Interface zusätzlich über OBD versorgen,
- VX-Manager-Installation reparieren,
- USBLAN-Treiber neu installieren.
Ein Kabel kann äußerlich intakt sein und trotzdem nur als Ladekabel ausgeführt sein. Es wird ein vollständig beschaltetes Datenkabel benötigt.
6. Verbindungstyp im VX Manager
Das VCX SE unterstützt laut AllScanner drei Verbindungsarten:
- USBLAN,
- LAN,
- WLAN.
Der Verbindungstyp steht im VX Manager standardmäßig auf AUTO. In den meisten Fällen muss daran nichts verändert werden.
Nur wenn die automatische Erkennung nicht funktioniert, kann unter:
Geräteverwaltung → Gerätekonfiguration
gezielt USBLAN, LAN oder WLAN ausgewählt werden.
Nach einer Änderung sollte der VX Manager geschlossen und neu gestartet werden.
7. Firmware aktualisieren
Firmwareaktualisierungen sollten ausschließlich über eine stabile kabelgebundene Verbindung erfolgen. Geeignet sind USBLAN oder LAN.
- VCX SE mit Fahrzeug und Computer verbinden.
- Internetverbindung herstellen.
- VX Manager öffnen.
- „Geräteinformationen“ aufrufen.
- Angezeigte Firmwareversion kontrollieren.
- Bei einem verfügbaren Update erscheint ein
+beziehungsweise ein Aktualisierungshinweis. - Firmwareaktualisierung öffnen.
- Zu aktualisierende Firmware auswählen.
- „Update“ beziehungsweise „Start Update“ betätigen.
- Verbindung während des Vorgangs nicht trennen.
- Automatischen Neustart abwarten.
- Anschließend die neue Firmwareversion kontrollieren.
Einige USB-Ports liefern nicht genügend Leistung für einen stabilen Betrieb. Deshalb sollte das VCX SE während der Aktualisierung möglichst zusätzlich über die OBD-Buchse des Fahrzeugs versorgt werden.
Die offizielle Vorgehensweise ist unter Firmware aktualisieren beschrieben.
8. BMW-Autorisierung aktualisieren
Die gekaufte BMW-Funktion bleibt grundsätzlich dem Gerät zugeordnet. Der lokal gespeicherte Autorisierungsstatus muss jedoch regelmäßig online aktualisiert werden.
Laut AllScanner gilt:
- Die Autorisierung muss spätestens innerhalb von 60 Tagen online erneuert werden.
- Der VX Manager versucht beim Start automatisch eine Aktualisierung.
- Das automatische Aktualisierungsintervall beträgt 24 Stunden.
- Für die Aktualisierung wird eine Internetverbindung benötigt.
Manuelle Aktualisierung
- VCX SE mit dem Computer verbinden.
- Internetverbindung herstellen.
- VX Manager öffnen.
Geräteverwaltung → Geräteautorisierungaufrufen.- Prüfen, ob BMW in der Liste enthalten und aktiv ist.
Geräteverwaltung → Geräteinformationenöffnen.- „Autorisierung aktualisieren“ beziehungsweise „Update License“ betätigen.
- Erfolgsmeldung abwarten.
- Interface anschließend neu starten.
Ist die BMW-Autorisierung länger als 60 Tage nicht aktualisiert worden, können BMW-Treiber und Diagnosefunktionen vorübergehend nicht mehr funktionieren. Das bedeutet normalerweise nicht, dass die BMW-Autorisierung neu gekauft werden muss.
9. BMW-Diagnosetreiber installieren
Nach Installation der BMW-Software sowie Aktualisierung von Firmware und Autorisierung wird der BMW-Treiber eingerichtet.
- VX Manager öffnen.
- Bereich „Fahrzeugdiagnose“ beziehungsweise „Vehicle Diagnosis“ auswählen.
- „Meine Anwendungen“ beziehungsweise „My Apps“ öffnen.
- BMW beziehungsweise BMW ICOM auswählen.
- „Installieren“ betätigen.
- Installation vollständig abwarten.
- VX Manager neu starten.
Treibersymbole
- Grüner Haken: Treiber ist installiert und aktuell.
+-Symbol: Treiber fehlt oder ein Update steht bereit.- Fehlermeldung: Autorisierung, Internetverbindung oder installierte BMW-Software prüfen.
BMW-Treiber aktualisieren
- „Fahrzeugdiagnose“ öffnen.
- „Meine Anwendungen“ auswählen.
- BMW ICOM öffnen.
- Bei angezeigtem
+auf „Update“ klicken. - Aktualisierung vollständig abwarten.
- VX Manager und Diagnosecomputer neu starten.
BMW-Treiber deinstallieren
Wird der VXDIAG-Diagnosetreiber deinstalliert, stellt der VX Manager die jeweilige Diagnosesoftware laut AllScanner wieder auf den ursprünglichen Zustand für die Verwendung eines originalen Interfaces zurück.
Das ist hilfreich, wenn:
- ein originales BMW ICOM verwendet werden soll,
- sich unterschiedliche ICOM-Treiber gegenseitig stören,
- ISTA das Interface nicht mehr erkennt,
- eine Treiberinstallation beschädigt ist.
10. Verbindungsarten im Detail
USBLAN – empfohlene Standardverbindung
USBLAN ist die Verbindung über das USB-C-Datenkabel. Dabei wird das VCX SE als Netzwerkadapter erkannt.
USBLAN sollte bevorzugt werden für:
- Ersteinrichtung,
- Firmwareaktualisierung,
- Autorisierungsaktualisierung,
- Codierung,
- Programmierung,
- längere Diagnosesitzungen.
LAN über RJ45
Das VCX SE kann über einen USB-C-auf-RJ45-Netzwerkadapter betrieben werden.
Benötigt werden:
- geeigneter USB-C-auf-RJ45-Adapter,
- Netzwerkkabel,
- passende Gerätekonfiguration.
Die LAN-Verbindung eignet sich ebenfalls für längere Diagnose- und Programmierarbeiten, sofern sie stabil aufgebaut ist.
WLAN
- VCX SE mit der OBD-Buchse verbinden.
- Startvorgang vollständig abwarten.
- WLAN-Suche am Computer öffnen.
- Nach
DoIP-VCI-XXXXsuchen. - Verbindung herstellen.
- Standardpasswort
12345678eingeben. - Automatischen IP-Bezug über DHCP verwenden.
- VX Manager starten.
- Prüfen, ob Seriennummer und Geräteinformationen angezeigt werden.
Dass über das VCX-WLAN kein Internetzugriff möglich ist, ist normal. Das Interface stellt ein lokales Fahrzeug-Diagnosenetz bereit und arbeitet nicht als Internetrouter.
WLAN kann zum Lesen von Fehlerspeichern und Messwerten verwendet werden. Für Codierungen und insbesondere für Steuergeräteprogrammierungen ist eine kabelgebundene Verbindung vorzuziehen.
11. Diagnose mit ISTA+
Vorbereitung
- Fahrzeugbatterie beziehungsweise Spannungsversorgung prüfen.
- VCX SE über USBLAN oder LAN verbinden.
- Zündung beziehungsweise Diagnosebereitschaft einschalten.
- VX Manager öffnen.
- Geräteinformationen kontrollieren.
- BMW-Autorisierung prüfen.
- BMW-ICOM-Treiber prüfen.
- Andere BMW-Programme vollständig schließen.
- Erst danach ISTA+ starten.
Interface in ISTA auswählen
Je nach ISTA-Version befindet sich die Auswahl unter:
- Einstellungen,
- VCI-Konfiguration,
- Vehicle Interface,
- Interface-Konfiguration.
Dort muss die ICOM-/ENET-Netzwerkverbindung beziehungsweise das vom VCX SE bereitgestellte ICOM ausgewählt werden.
Anschließend:
- „Fahrzeugdaten auslesen“ öffnen.
- „Vollständige Identifikation“ auswählen.
- Gefundenes ICOM beziehungsweise VCX-SE-Interface markieren.
- Verbindung aufbauen.
- Fahrzeugtest starten.
- Fahrzeugidentifikation kontrollieren.
- Steuergerätebaum prüfen.
Danach stehen abhängig vom Fahrzeug unter anderem zur Verfügung:
- Fehlerspeicher lesen,
- Fehlerspeicher löschen,
- Messwerte anzeigen,
- Komponenten ansteuern,
- geführte Prüfpläne,
- Schaltpläne und Reparaturinformationen,
- Servicefunktionen,
- Batterie registrieren,
- Injektoren anlernen,
- DPF-Servicefunktionen,
- Adaptionen prüfen oder zurücksetzen.
Fehlerspeicher sollten vor dem Löschen gespeichert werden. Dazu gehören auch Fehlerdetails und Umgebungsbedingungen.
Einschränkung bei ISTA-Programmierung
Das VCX SE wird zwar allgemein mit Programmierfunktionen beworben. Eine separate Supportinformation des Anbieters weist jedoch darauf hin, dass die Programmierung beziehungsweise Codierung von F-, G- und I-Baureihen über ISTA+ Probleme verursachen kann und dafür E-Sys verwendet werden soll.
Für E-Baureihen wird auf INPA, NCS Expert und WinKFP verwiesen.
Eine funktionierende ISTA-Diagnoseverbindung beweist deshalb nicht automatisch, dass eine vollständige ISTA-Programmierung über das VCX SE sicher unterstützt wird.
12. E-Sys mit dem VCX SE verbinden
Für E-Sys wird die DoIP-Funktion des VCX SE verwendet.
Verbindung vorbereiten
- Fahrzeug mit stabiler Spannung versorgen.
- VCX SE über USBLAN mit Fahrzeug und Computer verbinden.
- Zündung beziehungsweise Diagnosemodus einschalten.
- VX Manager öffnen.
- Firmwarestatus kontrollieren.
- BMW-Autorisierung kontrollieren.
- „DoIP Switch“ beziehungsweise „DoIP-Konfiguration“ öffnen.
- BMW auswählen.
DoIP ONaktivieren.- Falls die VX-Manager-Version zuvor eine Schaltfläche
DoIP GETanzeigt, diese zuerst betätigen. - DoIP-Konfigurationsfenster geöffnet lassen.
- E-Sys starten.
Das geöffnete DoIP-Fenster sollte während der Verbindung nicht geschlossen werden.
Verbindung in E-Sys
- Verbindungssymbol öffnen.
- Zum Fahrzeug passende technische Target-Baureihe wählen.
Connection via VINauswählen.- „Connect“ betätigen.
- Verbindungsmeldung kontrollieren.
Zur Funktionsprüfung können anschließend durchgeführt werden:
- FA auslesen.
- FA aktivieren.
- VCM-Daten lesen.
- SVT Actual beziehungsweise aktuellen Steuergerätebaum lesen.
- Fahrzeugidentifikation kontrollieren.
Die technische Target-Baureihe darf nicht allein anhand der Verkaufsbezeichnung ausgewählt werden.
Für Codierung oder Programmierung müssen passende PSdZData vorhanden sein. Vor Änderungen sollten mindestens gesichert werden:
- FA,
- SVT,
- vorhandene Codierdaten,
- ursprüngliche Steuergerätezuordnung.
13. BMW E-Baureihen mit EasyConnect und INPA
Der ältere INPA-Beitrag bestätigt folgenden Aufbau:
- VCX SE über USBLAN mit Fahrzeug und Computer verbinden.
- Im VX Manager Geräteerkennung kontrollieren.
- EasyConnect starten.
Type: REMOTEauswählen.- Geräte-IP eintragen.
ICOM Lockauswählen.CHECKbetätigen.- Batteriespannung und Zündungsstatus prüfen.
- INPA starten.
Standardadresse
Im älteren Aufbau wird folgende Adresse verwendet:
192.168.8.1
Das ist die Standard-Gateway-Adresse des DoIP-Systems. Wurde die IP-Adresse des VCX SE geändert, muss stattdessen die aktuell konfigurierte Adresse verwendet werden.
Erfolgreiche INPA-Verbindung erkennen
INPA zeigt oben normalerweise zwei Statuskreise für:
- Batterie,
- Zündung.
Werden beide Kreise schwarz dargestellt, erkennt INPA Batteriespannung und Zündung.
Bleiben die Anzeigen leer:
- EasyConnect-Verbindung prüfen,
- Geräte-IP kontrollieren,
REMOTEkontrollieren,ICOM Lockaktivieren,- andere BMW-Programme schließen,
- Zündung prüfen,
- BMW-Treiber kontrollieren.
Die zugrunde liegende Anleitung befindet sich unter:
14. IToolRadar und ICOM-Reservierung
Bei älteren BMW-Installationen kann IToolRadar verwendet werden, um die ICOM-Emulation des VCX SE zu finden.
- IToolRadar öffnen.
- Nach dem BMW-VCI-/ICOM-Dienst suchen.
- Angezeigte IP-Adresse notieren.
- Gerätestatus kontrollieren.
- Bei Bedarf Interface reservieren.
- Nach Abschluss wieder freigeben.
Wird ICOM Lock bereits über EasyConnect gesetzt, darf das Interface nicht gleichzeitig durch eine andere Anwendung blockiert sein.
ISTA, E-Sys, INPA, Tool32, NCS Expert und WinKFP sollten nicht gleichzeitig auf dasselbe Interface zugreifen.
15. NCS Expert, Tool32 und WinKFP
Nach einer erfolgreichen EasyConnect-Verbindung können abhängig von der Installation die BMW Standard Tools verwendet werden.
NCS Expert
NCS Expert dient hauptsächlich zur Codierung von E-Baureihen.
Typischer Ablauf:
- Geeignetes Profil auswählen.
- Fahrgestell auswählen.
- Fahrzeugauftrag aus CAS oder FRM lesen.
- Fahrzeugauftrag kontrollieren.
- Steuergerät auswählen.
- Codierdaten lesen.
- Sicherung der ursprünglichen Daten erstellen.
- Erst danach Änderungen vorbereiten.
Ein Job wie SG_CODIEREN codiert das ausgewählte Steuergerät anhand des aktuellen Fahrzeugauftrags. Er darf nicht zu Testzwecken oder ohne Kenntnis der Auswirkungen gestartet werden.
Tool32
Tool32 ermöglicht den direkten Zugriff auf Steuergeräte-Jobs. Es gibt dabei keine geführte Sicherheitsprüfung wie in ISTA.
Vor dem Ausführen müssen bekannt sein:
- korrektes PRG,
- Bedeutung des Jobs,
- benötigte Argumente,
- erwartete Antwort,
- mögliche Nebenwirkungen.
WinKFP
WinKFP dient zur Programmierung von Steuergeräten der E-Baureihen.
Vor einem Flash müssen mindestens geprüft werden:
- korrektes Steuergerät,
- aktuelle ZUSB,
- Ziel-ZUSB,
- passende SP-Daten,
- stabile Spannungsversorgung,
- stabile USBLAN- oder LAN-Verbindung.
Das E70-Video zeigt zwar einen Programmiervorgang, erklärt aber nicht ausreichend, wie eine passende ZUSB sicher bestimmt wird. Die dort gezeigten Auswahlen dürfen nicht auf andere Fahrzeuge übertragen werden.
16. Geräte-IP nur bei einem Konflikt ändern
Die Standardadresse des VCX-DoIP-Gateways lautet:
192.168.8.1
Eine Änderung ist im normalen lokalen Diagnosebetrieb nicht erforderlich.
Sie kann sinnvoll sein, wenn:
- ein Router ebenfalls
192.168.8.1verwendet, - das lokale Netzwerk bereits
192.168.8.xnutzt, - eine DoNet-Remoteverbindung eingerichtet wird,
- ein tatsächlicher IP-Adresskonflikt vorliegt.
Grundsätzlicher Ablauf
- VCX SE korrekt mit Computer verbinden.
- Browser öffnen.
- Geräteverwaltung unter
http://192.168.8.1aufrufen. Network → Interfaceöffnen.- LAN-Verbindung bearbeiten.
- Neue IPv4-Adresse eintragen.
Save & Applyauswählen.- VX Manager öffnen.
- Gerätekonfiguration kontrollieren.
- Geänderte Adresse gegebenenfalls bei LAN, WLAN oder USBLAN übernehmen.
Aktuelle VX-Manager-Versionen können das Gerät teilweise auch nach einer IP-Änderung automatisch erkennen. Trotzdem sollte die Verbindungskonfiguration anschließend kontrolliert werden.
Die IP-Adresse sollte nicht ohne konkreten Grund verändert werden.
17. OBD-Kabel und Pinbelegung
Für den normalen Diagnosebetrieb wird die interne Pinbelegung des VCX-SE-Kabels nicht benötigt.
Wichtige Grundanschlüsse sind:
- Pin 4: Fahrzeugmasse,
- Pin 5: Signalmasse,
- Pin 16: Batteriespannung.
Weitere Pins werden abhängig vom Diagnoseprotokoll für CAN, K-Line, DoIP und andere Bussysteme verwendet. Das VCX SE besitzt eine interne Mehrfachumschaltung, weshalb die technische Matrix nicht einfach als allgemeine BMW-Pinbelegung verstanden werden darf.
Die Pinbelegung ist hauptsächlich hilfreich bei:
- beschädigtem OBD-Kabel,
- fehlender Spannungsversorgung,
- Durchgangsprüfung,
- Verdacht auf einen Kabelbruch,
- professioneller Reparatur des Kabelsatzes.
Bei Messungen oder Reparaturen besteht Kurzschlussgefahr. Eine versehentliche Verbindung von Batteriespannung mit einer Busleitung kann Interface und Fahrzeugsteuergeräte beschädigen.
Technische Referenz:
18. Typische Fehler und Lösungen
VX Manager erkennt das VCX SE nicht
- OBD-Spannungsversorgung prüfen.
- USB-C-Stecker vollständig einstecken.
- Anderen USB-Port testen.
- Anderes Datenkabel verwenden.
- USB-Hub entfernen.
- Realtek-USBLAN-Adapter im Gerätemanager kontrollieren.
- VX Manager aktualisieren.
- WCH-/Realtek-USBLAN-Treiber neu installieren.
BMW-Anwendung fehlt unter „Meine Anwendungen“
- BMW-Autorisierung prüfen.
- Autorisierung online aktualisieren.
- Internetverbindung prüfen.
- BMW-Software zuerst installieren.
- VX Manager neu starten.
- Prüfen, ob das konkrete VCX-SE-Modell tatsächlich eine BMW-Lizenz besitzt.
BMW-ICOM-Treiber zeigt ein Pluszeichen
Das + weist auf einen fehlenden oder aktualisierbaren Treiber hin.
- BMW-Anwendung öffnen.
- „Installieren“ oder „Update“ auswählen.
- Vorgang vollständig abwarten.
- VX Manager neu starten.
Lizenzaktualisierung schlägt fehl
- Aktuellen VX Manager verwenden.
- Internetverbindung kontrollieren.
- BMW-Treiber deinstallieren und neu installieren.
- Firmware aktualisieren.
- Autorisierung nochmals aktualisieren.
- Interface neu starten.
ISTA findet kein ICOM
- VX Manager auf Geräteerkennung prüfen.
- BMW-Autorisierung prüfen.
- BMW-ICOM-Treiber aktualisieren.
- Verbindungstyp auf
AUTOstellen. - Andere Diagnoseprogramme schließen.
- VPN-Verbindungen deaktivieren.
- Virtuelle Netzwerkadapter testweise deaktivieren.
- Lokalen Netzwerkzugriff in der Firewall erlauben.
- ISTA-VCI-Einstellung kontrollieren.
- Computer und Interface neu starten.
WLAN verbunden, aber VX Manager findet das Gerät nicht
- Mit
DoIP-VCI-XXXXverbunden bleiben. - Passwort
12345678kontrollieren. - DHCP beziehungsweise automatischen IP-Bezug verwenden.
- Verbindungstyp
AUTOoderWLANauswählen. - VPN und virtuelle Adapter deaktivieren.
- VX Manager neu starten.
E-Sys findet keine VIN
- USBLAN statt WLAN verwenden.
- DoIP Switch öffnen.
- BMW auswählen.
DoIP GETausführen, sofern vorhanden.DoIP ONaktivieren.- DoIP-Fenster geöffnet lassen.
- E-Sys anschließend neu starten.
- Diagnosemodus und Zündung prüfen.
- Passendes Target auswählen.
Connection via VINverwenden.
INPA zeigt Batterie und Zündung nicht an
- EasyConnect auf
REMOTEstellen. - Geräte-IP kontrollieren.
ICOM Lockauswählen.CHECKbetätigen.- OBD-Verbindung prüfen.
- Zündung einschalten.
- Andere ICOM-Anwendungen schließen.
- EDIABAS-Installation prüfen.
19. DoIP-Firmware wiederherstellen
Eine Firmwarewiederherstellung ist nur als letzte Maßnahme sinnvoll.
AllScanner nennt folgende Hinweise auf ein nicht startendes DoIP-System:
- Nach ungefähr 25 Sekunden erfolgt kein zweiter Signalton.
- WLAN-LED leuchtet oder blinkt nicht.
DoIP-VCI-XXXXerscheint nicht.- VX Manager kann keine Geräteinformationen auslesen.
Wiederherstellung des VCX SE
- Sämtliche Verbindungen vom Interface trennen.
- Fn-Recovery-Taste gedrückt halten.
- Währenddessen USB-C-Kabel anschließen.
- Taste loslassen, sobald Relaisgeräusche zu hören sind und LEDs blinken.
- Browser öffnen.
http://192.168.8.1aufrufen.- Passende Firmwaredatei
openwrt.binauswählen. - Firmwarewiederherstellung starten.
- Verbindung keinesfalls trennen.
- Automatischen Neustart abwarten.
- Geräteinformationen im VX Manager kontrollieren.
Die Standarddatei befindet sich je nach Installation unter:
C:\Program Files\VCX\Manager\download\openwrt.bin
Falls sie fehlt, muss ausschließlich die offizielle und zum Gerät passende Firmware verwendet werden.
20. Sicherheitsregeln bei Codierung und Programmierung
Vor jedem schreibenden Vorgang:
- Fahrzeug mit geeignetem Netzteil stabilisieren.
- USBLAN oder LAN verwenden.
- Laptop an das Netzteil anschließen.
- Standby und Energiesparmodus deaktivieren.
- Alle nicht benötigten Programme schließen.
- Passende Datenstände kontrollieren.
- Fahrzeugauftrag und Codierdaten sichern.
- Nur ein Diagnoseprogramm gleichzeitig verwenden.
- Kabel nicht bewegen.
- Zündung nicht ausschalten.
- Motor nicht starten.
- Vorgang nicht vorschnell abbrechen.
- WLAN nicht für Steuergeräte-Flashs verwenden.
Wenn bereits bei der normalen Diagnose Verbindungsabbrüche auftreten, darf keine Codierung oder Programmierung begonnen werden.
Downloads und weiterführende Informationen
- VX Manager herunterladen
- AllScanner VCX-SE-Gerätebeschreibung
- AllScanner Verbindungskonfiguration
- AllScanner Firmwareanleitung
- AllScanner Autorisierungsverwaltung
- AllScanner Treiberverwaltung
- AllScanner E-Sys-Anleitung
- INPA mit VCX SE einrichten
- BMW-E70-Beispielvideo
- VCX-SE-Kabelbelegung
Die AllScanner-Dokumentation ist teilweise nur auf Chinesisch verfügbar. Die dort gezeigten Menübezeichnungen und technischen Angaben lassen sich dennoch auf die englische beziehungsweise deutsche Oberfläche des VX Managers übertragen.
Fazit
Das VXDIAG VCX SE kann als BMW-Diagnoseinterface eine kostengünstige Alternative zu einem originalen ICOM darstellen. Entscheidend sind ein aktueller VX Manager, eine gültige BMW-Autorisierung, der korrekt installierte BMW-ICOM-Treiber und eine stabile USBLAN- oder LAN-Verbindung.
Für ISTA+ eignet sich das Interface vor allem für Diagnose, Prüfpläne und Servicefunktionen. Bei E-Sys muss die BMW-DoIP-Funktion im VX Manager aktiviert und das DoIP-Fenster geöffnet bleiben. Ältere E-Baureihen können über EasyConnect im REMOTE-Modus sowie INPA, NCS Expert, Tool32 und WinKFP angesprochen werden.
Codierung und Programmierung erfordern passende Datenstände, eine sichere Spannungsversorgung und genaue Kenntnisse des jeweiligen BMW-Programms. Die Werbeaussage „Programmierung unterstützt“ darf nicht mit einer uneingeschränkten, risikofreien Programmierung aller BMW-Baureihen und Softwareversionen verwechselt werden.
VXDIAG VX Manager Win10 Error Code 126 Solution
After a TeamViewer diagnostic, vxdiagshop.com engineer discovered that the issue was caused by the Windows 10 Home edition, which lacks the necessary permissions to run VX Manager. To resolve this, please use a laptop with Windows 10 Pro (Professional Edition) instead.
—
VXDIAG VX Manager Win10 Fehlercode 126 Lösung
Nach einer TeamViewer-Diagnose stellte der Techniker von vxdiagshop.com fest, dass das Problem durch die Windows 10 Home Edition verursacht wurde, die nicht über die erforderlichen Berechtigungen zum Ausführen von VX Manager verfügt. Um dieses Problem zu beheben, verwenden Sie bitte stattdessen einen Laptop mit Windows 10 Pro (Professional Edition).
ℹ️ Hinweis zu den Abbildungen
Auf BimmerGuide werden teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellte oder bearbeitete Illustrationen und Titelbilder verwendet.
Sie dienen ausschließlich der Veranschaulichung technischer Inhalte und stellen nicht zwangsläufig reale Fahrzeuge, Bauteile oder Situationen dar.
